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DUH Bundesgeschäftsführer Michael Spielmann weder am Presseevent noch in der Pressemeldung präsent
Gerd Rosenkranz verlässt die Deutsche Umwelthilfe (DUH)

2014-01-05 

Nach einem Bericht der in Berlin erscheinenden "taz" hat der ehemalige taz- und „Spiegel“-Redakteur Gerd Rosenkranz den sich Umwelt- und Verbraucherschutzverband nennende Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) zum Jahreswechsel verlassen. Die DUH mit ihrem egozentrischen Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch ist vielen Unternehmen als "Abmahnverein" bekannt. Allein im Jahre 2012 hat der Verein einen Umsatz aus dem Abmahngeschäft in Höhe von 1.524 Millionen Euro erwirtschaftet. In seinem Jahresbericht nennt der Verein die Einnahmeposition zurückhaltend „Verbraucherschutz“.
Gerd Rosenkranz, am 6. Juli 1950 in Lüdenscheid geboren ist ein deutscher Journalist und Autor, der sich auf die Themen Energie, Technik, Ökologie und Rote Armee Fraktion spezialisiert hat. Nach seinem Studium der Metallkunde war er Ende der siebziger Jahre am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart tätig und promovierte 1979 an der Universität Stuttgart. Danach studierte er Kommunikationswissenschaften und Journalistik an der Universität Hohenheim.
„Rosenkranz habe einen großen Anteil daran“, schreibt sein frühere Arbeitgeber, „dass die Deutsche Umwelthilfe, die ihren Sitz eigentlich in Radolfzell am Bodensee hat, bundesweit bekannt wurde: Sie skandalisierte die PS-fixierte Modellpolitik der Automobilkonzerne und die staubige Luft in den Städten, sie profilierte sich aber vor allem als Vordenkerin für den Umbau des Energiesystems. Sie gründete das heute unter dem Dach des taz-Verlags erscheinende Umweltmagazin zeo2, um auch publizistisch mitzumischen. Rosenkranz spuckte in atemberaubendem Tempo Pressemitteilungen aus. Sein Credo: Wir sind keine Lobbyisten, wir sind die Guten! „Jetzt geht er nach großen Verwerfungen innerhalb des Verbandes. Aber er wird wiederkommen“ meint die „taz“.
Erst vor Jahresfrist hatte Resch Mitgeschäftsführer Rainer Baake den Verband verlassen. Gerade einmal 10 Zeilen in einer Pressemitteilung am 18. Januar 2013 war dem Verband der Weggang des früheren beamteten Staatssekretärs im Bundesumweltministerium (BMU) wert. Baake, zwischenzeitlich Direktor von "Agora Energiewende", wird erneut den Arbeitgeber wechseln und Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das gab Sigmar Gabriel in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ Mitte Dezember 2013 bekannt. Bereits im Bundesumweltministerium unter Jürgen Trittin hatte Baake die Verantwortung für die umweltpolitischen Großprojekte der damaligen Bundesregierung: Atomausstieg, Erneuerbare Energien-Gesetz, Emissionshandel und Kyoto-Protokoll.

Gerüchten zufolge soll Gerd Rosenkranz seinem ehemaligen "Zweiten Bundesgeschäftsführer" bei der Deutschen Umwelthilfe ins „Gabriel-Ministerium“ folgen.  Es sei ein Coup gewesen, als der Ökoverband Rosenkranz im Jahr 2004 für sich gewinnen konnte, meint die „taz“. Er schrieb bis dahin als Journalist über Ökologie, Wissenschaft und Innere Sicherheit. Zuerst bei der taz. Dann ging er für fünf Jahre zum Nachrichtenmagazin Spiegel.

Der damalige Chefredakteur Stefan Aust habe eine Geschichte von Rosenkranz und dessen Kollegen Harald Schumann über Windräder aus dem Blatt gekippt, erinnert sich ein ehemaliger Kollege. Ersetzt wurde sie durch eine Tirade gegen den „Windwahn“ - eine Story, die direkt vor Austs Haustür im norddeutschen Stade spielte, was aber nicht erwähnt. wurde. Der promovierte Metallkundler Rosenkranz hatte genug von der Medienwelt. Er heimste noch den Kischpreis ein, dann wechselte er zur DUH, so die „taz“.

Anlässlich der Vorstellung ihres Jahresberichts 2013 der DUH  war Rosenkranz am 20. Dezember 2013 noch einmal zu Wort gekommen. Als Leiter Politik und Presse der DUH durfte er noch einmal kritisieren, dass der Gesellschaft von den Gegnern der Energiewende im vergangenen Jahr eine überzogene Preisdebatte aufgezwungen worden sei, die von den wahren Herausforderungen der Energiewende abgelenkt habe. So seien seit der Jahrtausendwende zwar die Strompreise für Haushalte und den nicht privilegierten Mittelstand schneller gestiegen als die allgemeine Teuerungsrate. Die energieintensive Industrie habe in den letzten Jahren jedoch wegen ihrer vielfältigen Entlastungen (Gesamtwert 2013: etwa 16,8 Mrd. EUR) bei gleichzeitig sinkenden Börsenpreisen von der Energiewende erheblich profitiert.

Teilnehmern der „Jahrespressekonferenz“ war aufgefallen, dass Baake Nachfolger, Bundesgeschäftsführer Michael Spielmann, weder an dem Presseevent noch in der Pressemeldung präsent war.




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