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Baumärkte in Kooperation mit der AWG bei der Sammlung von Elektroaltgeräten
Wuppertal: Rückgabequote von Elektroaltgeräten soll noch weiter erhöhen werden

2014-03-05 Die Bundesregierung hat vor wenigen Tagen den Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG) vorgelegt. Der Entwurf dient der Umsetzung der Richtlinie 2012/19/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte.

Ziel ist es, die Rückgabequote von Elektroaltgeräten insgesamt noch weiter erhöhen und damit eine möglichst hohe Anzahl von Altgeräten einer Wiederverwertung oder einem hochwertigen Recycling zuzuführen.

Im Vorgriff auf die anstehenden Gesetzesänderungen haben die kommunalen Spitzenverbände Deutschlands, der Verband der kommunalen Unternehmen und der Verband Bauen, Heimwerken und Garten den Abschluss einer Rahmenvereinbarung vorbereitet, die ein gemeinsames bundesweites Vorgehen (Sammlung) von Elektro- und Elektronikaltgeräten in den Baumärkten verabredet.

Als Praxistest dieser Vereinbarung und zur Prüfung der Machbarkeit einer solchen, bisher noch nicht existierenden Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Baumärkten und dem jeweiligen kommunalen Entsorger ist ein Pilotversuch gestartet worden, in dem nunmehr Wuppertal, neben Berlin, Bielefeld, Bad Segeberg und dem Landkreis Böblingen die Zusammenarbeit und die Wirksamkeit der Kooperation nachweist.

Die AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal ist als kommunaler Entsorger von der Stadt Wuppertal langjährig mit der Sammlung und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten in Wuppertal beauftragt. In der Vergangenheit hat die AWG bundesweit eine Vorreiterrolle bei der Sammlung dieser Materialien eingenommen, u. a. durch das flächendeckende Depotcontainersystem oder die seit den neunziger Jahren bestehende gute Zusammenarbeit mit dem Elektroeinzelhandel, sowie die Sammlung über die turnusmäßige Sperrmüllabfuhr viermal im Jahr und die Abgabemöglichkeit an den fünf AWG-Recyclinghöfen.

Diese vielfältigen Rückgabemöglichkeiten haben dazu geführt, dass in Wuppertal das vorgegebene Sammelziel für Elektro-Altgeräte (Klein- und Großgeräte) von 4 kg pro Einwohner und Jahr schon lange deutlich überschritten wird, so wurde in Wuppertal im Jahr 2013 eine Sammelmenge von 7,85 kg pro Einwohner erreicht.

Zum Pilotprojekt

Vier Wuppertaler Baumärkte - B1 DISCOUNT BAUMARKT, HELLWEG, HORNBACH und OBI - beteiligen sich an dem Pilotprojekt zur Annahme von Elektro- und Elektronikaltgeräten in Baumärkten. Folgende Verabredungen wurden dazu getroffen:

Zur Zeitdauer des Pilotprojektes wurde als Beginn der 01.03.2014, als Endtermin der 31.12.2014 festgelegt.

• Alle Elektroaltgeräte (Klein- und Großgeräte, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen) werden an der Informationstheke der jeweiligen Baumärkte angenommen. Ggf. wird dem Bürger dort mitgeteilt, wo er auf dem Baumarktgelände das abzugebende Großgerät abstellen kann.

• Die AWG holt alle Geräte bei den Baumärkten auf Abruf - werktags innerhalb von 24 Stunden - kostenfrei ab.

• Alle für die Sammlung notwendigen Behältnisse stellt die AWG kostenfrei zur Verfügung.

Ein Informationsflyer liegt in den vier Baumärkten, auf allen AWG-Recyclinghöfen, bei der Verbraucherzentrale und im Rathaus Wuppertal-Barmen - Ressort Umweltschutz aus.


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