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Neues Abfallwirtschaftsgesetz erfordert Neuorientierung: Öko-Box und ARA schließen sich zusammen
Altstoff Recycling Austria AG übernimmt Öko-Box Sammelges. m. b. H..

2014-06-24 Die Novellierung des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) bringt ab 1.1.2015 tiefgreifende Veränderungen für die österreichische Abfallwirtschaft. Auch die Öko-Box ist davon betroffen und reagiert darauf mit einem strategischen Zusammenschluss mit der Altstoff Recycling Austria AG.

Die Öko-Box hat seit 20 Jahren die Aufgabe, flächendeckend in ganz Österreich Getränkekartons zu sammeln und in hohem Ausmaß einem sinnvollen Recycling zuzuführen. Die Spezialisierung auf diese Verpackungsart ist ab 1. Jänner 2015 rechtlich nicht mehr möglich: Sammel- und Verwertungssysteme müssen ihre Leistungen künftig für die gesamte Sammelkategorie Leichtverpackungen anbieten, eine Einschränkung auf Getränkekartons ist ausgeschlossen.

Jährlich wurden rund 8.500 Tonnen Getränkeverbundkartons recycelt. Dieses gelang durch die Haushalts-, Post- und Bauhofsammlung. Knapp 38 % der österreichischen Bevölkerung sind primär in Ballungszentren an die Haushaltsabholung der Öko-Box angeschlossen. Über 30 % aller Bauhöfe und Abfallsammelzentren in Österreich bieten eine Rücknahme von befüllten Öko-Boxen an. Im gesamten Bundesgebiet werden diese Sammelschienen durch eine Rücknahme von Öko-Boxen in jeder Postfiliale noch zusätzlich ergänzt. Die Haushaltsabholung wird in Graz-Liebenau, Vorarlberg, Kärnten und Tirol von 4 sozialen Organisationen durchgeführt, die benachteiligte Menschen in die Gesellschaft integrieren. Dadurch wurden in diesen Regionen im Rahmen der Öko-Box-Abholung 50 Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen geschaffen. Für dieses soziale Engagement hat die Öko-Box bereits den Sozialoskar erhalten und wurde für den TRIGOS in der Kategorie Arbeitsplatz nominiert.

„Auf Basis dieser gesetzlichen Neuregelung mussten wir das Sammel- und Verwertungsmodell für Getränkekartons in Österreich grundlegend überdenken. Der Zusammenschluss mit dem bisherigen Öko-Box Partner ARA  ist für uns als Verpackungshersteller die beste Lösung, wie in Österreich die Sammlung und das Recycling von Getränkekartons in gewohnter Qualität weitergeführt werden kann“, so Dr. Josef Meyer, Eigentümervertreter der Öko-Box und Geschäftsführer von Tetra Pak Österreich.

Um den Fortbestand der Sammlung von Getränkekartons zu sichern, erwirbt die ARA AG 100% an der Öko-Box Sammelges. m. b. H.. Im Gegenzug beteiligen sich die bisherigen Öko-Box-Gesellschafter Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak über einen gemeinsamen Verein mit 3,7 % an der ARA AG.

Starke Partner führen österreichische Erfolgsgeschichte weiter
Die Öko-Box ist in Österreich ein gut eingeführtes Sammelsystem. Die Sammlung erfolgt einerseits über Boxen, andererseits über die Gelbe Tonne und den Gelben Sack der ARA. 2013 wurden über 19.000 t Getränkekartons erfasst. Rund 40 % davon wurden stofflich verwertet.

„Durch diese Lösung bleiben die bekannte Marke Öko-Box wie auch die funktionierende Sammelsystematik erhalten: Für die Bevölkerung soll sich ja nichts ändern. Das Zusammenrücken von Öko-Box und ARA ermöglicht vielmehr eine zweckmäßige Abstimmung der Sammelsysteme und damit Kosteneinsparungen für Wirtschaft und KonsumentInnen“, gibt ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff einen Ausblick auf die gemeinsame Zukunft von Öko-Box und ARA.




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