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Wissenschaftliche Fallstudie veröffentlicht: Verbindung zwischen Erkrankung von Flugzeugbesatzungen und
Kontamination in der Kabinenluft von Verkehrsflugzeugen hergestellt
Englischer Pilot stirbt an kontaminierter Kabinenluft

2014-08-01 Im Rahmen einer Fallstudie zum Thema Schädigung des Nervensystems durch kontaminierte Kabinenluft wurde der mit 43 Jahren verstorbene Pilot Richard Westgate untersucht, der chronische neurologische Symptome aufwies. Nach längerer Leidenszeit verstarb er, stellte jedoch zuvor seinen Körper für wissenschaftliche Untersuchungen post mortem zur Verfügung. Die Testergebnisse wurden mit Untersuchungsergebnissen verglichen, die vor seinem Tod durchgeführt worden waren und bestätigen beträchtliche neurologische Schäden an Gehirn und Rückenmark, bis hin zur Schädigungen des Herzgewebes.

Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen Befürchtungen hinsichtlich der Neurotoxizität von Schadstoffen, die in die Kabinenluft von Verkehrsflugzeugen gelangen können. Die Luft wird aus den Triebwerken in die Kabine geleitet (sog. „bleed air“), dabei können giftige Inhaltsstoffe der Triebwerksöle – Organophosphate – in die Kabinenluft geraten. Diese Stoffe stehen schon lange unter Verdacht, bei Flugzeugbesatzungen neurologische Schäden zu verursachen. Diese mitunter chronischen Beschwerden können auch zur Fluguntauglichkeit führen. Die eigene genetische Disposition spielt dabei, nach Ansicht der Wissenschaftler, eine entscheidende Rolle. Unbestritten ist die Tatsache, dass Organophosphate Schäden am zentralen Nervensystem verursachen.

Die Autoren der Studie, Prof. M.B. Abou-Donia, Duke University Medical School North Carolina, Dr. Frank van de Goot, forensischer Pathologe in Amsterdam, und Dr. Michel Mulder, Berater für Flugmedizin in Amsterdam, hatten weltweit zum ersten Mal die Gelegenheit, post mortem umfangreiche Untersuchungen an einem Flugbestatzungsmitglied durchzuführen. 

Die vollständige Fallstudie können Sie unter www.colbas.org/jbpc/poap.htm herunterladen.


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