europaticker:

Gebiet hat sich als bedeutender Rast- und Überwinterungsplatz für Zug- und Rastvögel herausgestellt
„Auf dem großen Wörth bei Berstadt“ soll Naturschutzgebiet werden

2013-12-29 Das Auengebiet „Auf dem Wörth bei Berstadt“ bei Wölfersheim ist vom Regierungspräsidium Darmstadt per Verordnung vorläufig unter Naturschutz gestellt worden. Ziel dieser Maßnahme ist es, das unmittelbar an das überregional bekannte Naturschutzgebiet „Mittlere Horloffaue“ angrenzende ca.42 Hektar großes Areal ebenfalls dauerhaft unter Naturschutz zu stellen.

In den letzten Jahren und insbesondere im letzten Winter und Frühjahr (Zugstau) hat sich das Gebiet, als bedeutender Rast- und Überwinterungsplatz für Zug- und Rastvögel herausgestellt. Es ist aber auch als Bruthabitat etwa für den Kiebitz von Bedeutung. Die Flächen befinden sich bereits im EU-Vogelschutzgebiet Wetterau.

Leider werden die sich dort aufhaltenden Vögel immer wieder durch Radfahrer, Spaziergänger mit Hunden und sonstigen Erholungssuchenden gestört und aufgescheucht. Durch den dadurch verursachten erhöhten Energieverbrauch der Tiere werden die Vögel entweder geschwächt oder müssen diesen Energieverlust durch häufigere Nahrungsaufnahme kompensieren. Dies wiederum führt zu höheren Fraßschäden auf den umliegenden landwirtschaftlichen Kulturflächen. Um das Ziel der Beruhigung der Flächen zum Schutz der gefiederten Zug-, Rast- und Überwinterungsgäste sowie der Brutvögel kurzfristig zu gewährleisten, wird dieses Areal als Naturschutzgebiet „Auf dem Großen Wörth bei Berstadt“ einstweilig sichergestellt werden. Da es hier um Drittschutz geht, greift hier der Vertragsnaturschutz nicht.

Die Gemeinde Wölfersheim trägt die geplante Verfahrensweise mit. Im Rahmen des Anhörungsverfahrens wurden durch die Vertreter der Landwirtschaft Bedenken vorgetragen. Es konnte jedoch im Gespräch deutlich gemacht werden, dass sich die Regelungen an störende Dritte richten und die landwirtschaftlich Nutzung, selbst im Falle einer dauerhaften Sicherung, nicht eingeschränkt werden soll. Bis zum Auslaufen der Sicherstellung wollen Regierungspräsidium und Gemeinde mit unterschiedlichen Maßnahmen die Öffentlichkeit über die Probleme und weiter Vorgehensweise informieren.


Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag: Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Mitglied im Deutschen Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 15. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: 039222 66664

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken