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Studie des Öko-Instituts skizziert Veränderungsbedarf der Branche
im Zuge von Energiewende und Klimaschutz
BDE: Kreislaufwirtschaft steht vor drastischen Veränderungen

2014-01-30 Im Auftrag des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. hat das Öko-Institut heute in Berlin eine Studie vorgelegt, die zu erwartende Veränderungen in der Struktur der deutschen Entsorgungswirtschaft beschreibt, die sich aus der Umsetzung der Beschlusslagen zu Energiewende und Klimaschutz ergeben. Aufgezeigt werden sowohl langfristige Trends bis zum Jahre 2050 als auch bereits sehr kurzfristig zu erwartende Veränderungen. Ausgangsbasis der Wissenschaftler des Instituts ist die Annahme, dass die bestehenden Beschlüsse zur Energie- und Klimapolitik umgesetzt werden.

 
Mit am deutlichsten werden die Veränderungen in der Anlagenstruktur. Sofern die Umstellung auf erneuerbare Energien in dem angestrebten Ausmaß gelingt, würden Müllverbrennungsanlagen in Zukunft zum Beispiel keine fossilen Brennstoffe mehr substituieren. Beschlossen ist zudem, bis 2050 den Treibhausgasausstoß zu mindern. Die klassische Müllverbrennung würde damit ihre heute noch dominierende Rolle gänzlich einbüßen. Zukünftig würden nur noch relativ wenige Anlagen für die Behandlung der Abfallströme, die nicht klima- und stoffstromfreundlich behandelbar sind, benötigt.
 
Der Beschluss der Regierungskoalition, künftig Biomasse allein aus Rest- und Abfallstoffen zu gewinnen, erzwingt die zügige, bundesweite Einführung der Getrenntsammlung von Bioabfällen.
 
Deutlich reduzierter Anlagenbestand, Dominanz flexibel einsetzbarer qualitativ hochwertiger Ersatzbrennstoffe, Vorfahrt für echte stoffliche Verwertung – all das sind Kapitelüberschriften für eine neue Kreislaufwirtschaft in Deutschland.
 
BDE-Präsident Peter Kurth: „Wir begrüßen die Ergebnisse dieser Studie, weil sie in dankenswerter Konsequenz aufzeigt, dass die Beschlusslagen zu Energiewende und Klimaschutz Konsequenzen haben werden, wenn sie ernst gemeint sind. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die der Priorität der stofflichen Verwertung Rechnung tragen und sie nicht konterkarieren. Wir brauchen vor allem eine schlüssige Politik, die steuerliche Rahmenbedingungen ebenso berücksichtigt wie die notwendigen neuen Verordnungen zu einzelnen Stoffströmen. Und: Die Instrumente der Energiewende müssen kompatibel zu deren Zielen eingesetzt werden. Es wäre ein Treppenwitz der Energiepolitik, wenn ausgerechnet die Unternehmen der Branche, die wie keine andere zum Gelingen der Energiewende beiträgt, durch administrative Vorgaben gegenüber Verbrennungsanlagen benachteiligt werden.“
 
In den kommenden Wochen und Monaten wird der BDE die Studie mit Fachöffentlichkeit und Politik in Berlin und Brüssel diskutieren. Unter der Überschrift „Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“ werden die Ergebnisse am 8. Mai gemeinsam mit Bundesumweltministerium und Öko-Institut auf der weltgrößten Umwelttechnologiemesse IFAT in München vor internationalem Publikum erörtert.



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