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NABU: 10.000 Euro Belohnung zur Aufklärung der Tat
Toter Seeadler im Landkreis Stade

Der NABU Niedersachsen zeigt sich auch einen Tag nach Bekanntwerden des Totfundes eines weiblichen Seeadlers im Landkreis Stade entsetzt. Das Seeadlerweibchen wurde im Landkreis Stade mit durchschossenem Korpus tot im Nest gefunden. Das Projektil konnte bislang nicht gefunden werden. Das Seeadlerweibchen nutzte diesen Horst schon seit Jahren gemeinsam mit ihrem Partner. Dieser Horst wurde, neben dem Haupthorst, als Ausweichhorst genutzt.

Das Komitee gegen den Vogelmord e.V., der NABU Niedersachsen, NABU-Gruppen, etliche Seeadlerfreunde sowie private Spender und der WWF haben sich bereiterklärt, eine Belohnung in Höhe von insgesamt 10.000 Euro für sachliche Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls auszusetzen.

Der Seeadler wurde am 16.02.16 per Express vom NABU zur weiteren Sektion an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin geschickt. Mit Ergebnissen der Sektion wird in den kommenden Tagen gerechnet.

Auch das Niedersächsische Umweltministerium und das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium verurteilen den Abschuss des Seeadlers heute scharf.

Der NABU Niedersachsen unterstreicht seine seit längerem erhobene Forderung nach der Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft Umweltkriminalität für Niedersachsen. Greifvogelverfolgung verstößt gegen das Artenschutzrecht und muss konsequent und unnachgiebig verfolgt werden. Der NABU Niedersachsen erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass mit der gemeinsam mit der Jägerschaft unterzeichneten „Hannoverschen Erklärung gegen die illegale Greifvogelverfolgung in Niedersachsen“ vom 27. März 2007 eine klare Grundlage vorhanden ist: Jede Greifvogelverfolgung mit Gift, Fallen oder Waffen ist eine Straftat, die mit empfindlichen Strafen bis hin zum Freiheitsentzug von fünf Jahren geahndet werden kann!

Der NABU bittet um sachdienliche Hinweise und Beobachtungen, die Aufschluss über die Tat geben können. Gerne können Sie sich an Ihre zuständige Polizeibehörde wenden.

Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung können auch in Zukunft bei der vom Komitee gegen den Vogelmord eingerichteten Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (EDGAR) unter 0160-5813445 oder edgar@komitee.de gemeldet werden.

Die „Hannoversche Erklärung gegen illegale Verfolgung von Greifvögeln in Niedersachsen“ kann hier heruntergeladen werden:

https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/hannoversche_erklaerung_3-2007.pdf

erschienen am: 2016-02-17 im europaticker

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