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Wertstoffe vom Putzeimer bis zum Plastikspielzeug dürfen nicht weiterhin in Rauch aufgehen
Rohstoffe aus dem Gelben Sack sind knapp

Recyclingkunststoffe guter Qualität erfreuen sich weiterhin wachsender Nachfrage. „Entsprechende Ballenware ist knapp, der Rohstoff für gute Rezyklate bleibt eine gesuchte Ware“, stellt DKR-CEO Frank Böttcher fest. Längst sei die Versorgung der Kunststoffrecycler mit Kunststoffabfall aus der Getrenntsammlung ein wichtiges strategisches Arbeitsfeld: „Die Nachfrage nach hochwertigen Rezyklaten ist so groß, dass wir deutlich mehr Abfälle verarbeiten könnten.“

Wertstoffgesetz soll Plastikabfall vor Müllverbrennung retten

Ein Wertstoffgesetz, das weitere Abfälle aus Plastik vor der Müllverbrennung gleichsam „retten“ würde, ist daher auch wirtschaftspolitisch dringend geboten: „Wir können es uns nicht leisten, dass Wertstoffe vom Putzeimer bis zum Plastikspielzeug weiterhin in Rauch aufgehen“, betont Michael Wiener, CEO der Duales System Holding. „Das sind wertvolle Rohstoffe, die wir fürs Recycling brauchen.“

Frank Böttcher tritt Aussagen entgegen, die niedrigen Ölpreise machten das Kunststoffrecycling unattraktiv, weil neuer Kunststoff immer billiger werde: „Unsere Systalen-Produkte hängen nicht direkt am Ölpreis, sondern werden auch von anderen Faktoren beeinflusst.“ Immer mehr Hersteller setzten Rezyklate wie Systalen ein, um den Nachhaltigkeitsanforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden. „Rezyklate zu verwenden ist heute keine reine Preisfrage mehr“, so Böttcher. Daher könne sich auch die Preisgestaltung nicht nur an Neuware oder den Rohölnotierungen orientieren: „Da die Nachfrage kontinuierlich weiter steigt, die Rohstoffbasis aber knapp ist, werden sich die Preise eher nach oben bewegen“, ist Böttcher überzeugt.

erschienen am: 2016-03-10 im europaticker

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