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Das Anthropozän hat schon begonnen- der Mensch ist zur stärksten Naturkraft aufgestiegen
Kapstadt: Internationaler Geologischer Kongress legt Beginn einer neuen Erdepoche fest

Zur Entscheidung des Internationalen Geologischen Kongresses (IGC), den Begriff Anthropozän auf unsere Erdepoche anzuwenden, erklärt Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:

Der 29. August 2016 ist ein historisches Datum: Auf dem Internationalen Geologischen Kongress in Kapstadt wurde mit überwältigender Mehrheit für die Einführung des Begriffes Anthropozän als Bezeichnung unserer Erdepoche gestimmt. Damit endet das Holozän, die gemäßigte Warmzeit, die in den letzten 12.000 Jahren die Zivilisationsgeschichte geprägt hat. Der Beginn des Anthropozäns wird in der Mitte des 20. Jahrhunderts verortet.

In der 4,6 Milliarden Jahre alten Geschichte der Erde ist damit erstmals der Mensch zur stärksten Naturkraft aufgestiegen. Dies wird allerdings nur kurze Zeit der Fall sein, denn ohne ein radikales Umdenken ist damit auch seine letzte Epoche eingeleitet.

Der Vorschlag zur Benennung unseres Erdzeitalters mit Anthropozän kam von unserem Freund, dem niederländischen Nobelpreisträger für Chemie, Paul Crutzen. Diesmal war es ein Naturwissenschaftler, der weiter gedacht hat als der Rest der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik. Wir sind stolz, dass wir zu den Weggefährten von Paul Crutzen gehören. Anthropozän bedeutet, dass wir eine Zukunftsethik und eine neue Qualität menschlicher Verantwortung entwickeln müssen. Das Schneller, Höher, Weiter muss vorbei sein, andernfalls droht die ökologische Selbstzerstörung.

Jetzt kommt es darauf an, wie wir Menschen mit unserer Verantwortung umgehen. Die NaturFreunde Deutschlands erwarten von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung eine offene und breite Debatte darüber, welche Konsequenzen aus der Entscheidung des Geologischen Kongresses zu ziehen sind.

erschienen am: 2016-08-30 im europaticker

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