europaticker:
Am 18. September 2015 wurden die Ermittlungen gegen Volkswagen in den USA bekannt
Dieselgate: Anderthalb Jahre VW-Skandal

Anders als in den USA warten Kunden in Deutschland weiter vergeblich auf Entschädigung, zügige Nachbesserung und Garantien für nachgerüstete Fahrzeuge. Zeit zu handeln – denn Ende 2017 läuft auch die Verjährungsfrist aus.

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), dazu: „Anderthalb Jahre nach dem die Abgasmanipulation durch Volkswagen bekannt wurde, warten Verbraucherinnen und Verbraucher immer noch auf eine Geste der Demut aus Wolfsburg. Statt weißem Rauch aus der Friedenspfeife weiter rußiger Qualm aus dem Auspuff. Bei den Kunden herrscht weiter Verunsicherung, Warten und Frust.  

Eine umfassende Garantie, die auch die Folgen von Nachrüstungen und einen möglichen Wertverlust betroffener Fahrzeuge berücksichtigt, bleibt VW schuldig. Angebote für freiwillige Entschädigungen wie in den USA sitzt das Unternehmen aus.

Vertrauensbildend wäre es, wenn der VW-Konzern die Verjährungsfrist per Kulanz bis 2021 verlängern würde. Denn bis es zu einem höchstrichterlichen Urteil kommt, können noch Jahre vergehen. Für den Großteil der Betroffenen hätte es dann keinen Nutzen mehr.

Weitere Meldungen zum Thema
Dieselgate: Anderthalb Jahre VW-Skandal
finden Sie auch bei PMG Presse-Monitor.
Die PMG Presse-Monitor GmbH ist ein Unternehmen deutscher Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Mit der größten tagesaktuellen Pressedatenbank im deutschsprachigen Raum ist die PMG das führende Unternehmen für die digitale Medienbeobachtung und Medienauswertung. Die PMG vermarktet Inhalte und Rechte von über 700 Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen mit ca. 3.600 Quellen.

Es müssen politische Lehren aus dem Skandal gezogen. Wir brauchen Verfahren, die Fahrzeuge zuverlässig testen. Hier muss auch die Europäische Union Druck machen. Dabei stünde es Deutschland gut zu Gesicht, mit dem Fuß auf dem Gaspedal für klare Regeln zu sorgen und den vorliegenden Kommissionsentwurf zu unterstützen.“ 

Forderungen des vzbv:

Weitere Informationen

Diesel-Skandal: VW legt sich auf Motorhaltbarkeit fest

VW muss auch in Europa Verantwortung übernehmen

Ernüchternde Ein-Jahres-Bilanz zum VW-Skandal

Müller: Wir werden ein Vorbild bei Umwelt, Sicherheit und Integrität sein
Trotz Dieselskandal: Volkswagen-Konzern erzielt "satten" Gewinn

Deutsche Umwelthilfe jetzt mit eigenem Emissions-Kontroll-Institut (EKI)
Bundesverkehrsministerium verweigert nach wie vor die Auskunft über Anforderungen zum Rückruf

Dieselgate: Umwelthilfe verklagt Kraftfahrt-Bundesamt 

EU-Kommission hatte strenge Pläne, die das Bundesumweltministerium mittragen wollte,
die dem Wirtschafts- und dem Verkehrsministerium aber zu weit gingen

Merkel: Kein Staatsversagen in VW-Affäre

Emnid-Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen ist dafür
Bundesregierung soll Verkauf zu viel Stickoxid ausstoßender Diesel-Neuwagen stoppen

Nach der Aufdeckung des Abgasbetruges will die kalifornische Umweltbehörde Carb weitere
Autohersteller intensiver unter die Lupe nehmen

VW-Abgasbetrug vermutlich kein Einzelfall

Minister Lies: Wir forschen für die Zukunft der Mobilität in Deutschland
Autonomes Fahren - Startschuss für das Testfeld Niedersachsen

Potenziale vor allem bei Edelmetallen: Fahren künftig mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen,
müssen zeitversetzt mehr E-Mobile recycelt werden

Recycling von Leistungselektronik aus Elektrofahrzeugen

Wissenschaftliche MIT-Studie bestätigt einen 17 Monate alten Verdacht
VW-Abgasaffäre kostet 1.260 Menschen das Leben

erschienen am: 2017-03-19 im europaticker

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Mitglied im Deutschen Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 15. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken