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Steirische Kinder werden Umweltexperten 
ARA4kids startet durch

Wie vermeide ich unnötigen Abfall, wo werfe ich meine leere Plastikflasche hinein und was geschieht mit dem gesammelten Altglas eigentlich genau? Dies alles und viel mehr vermittelt das Umweltprogramm ARA4kids ab sofort auch den steirischen Kindern. Zum Auftakt des Programms, das ab März 2017 flächendeckend in allen steirischen Kindergärten und Volksschulen zum Einsatz kommt, besuchten Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner und ARA Vorstand Werner Knausz letzten Freitag die Volksschule Lieboch.

Von der Umweltschulstunde bis zum Gewinnspiel

Mit ARA4kids hat die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) ein Programm entwickelt, das Kindern altersgerecht und auf spielerische Art die Themen Abfallvermeidung, Anti-Littering, getrennte Sammlung und das Recycling von Verpackungen, und damit einen schonenden Umgang mit der Natur näherbringt. ARA4kids stellt den Pädagoginnen und Pädagogen umfangreiches Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Als besonderes Unterrichtstool kommt der ARA4kids Materialienkoffer in Volksschulen zum Einsatz. Er veranschaulicht den Verpackungskreislauf – vom Rohstoff über die Verpackung und das Recycling bis hin zum neuen Produkt. Unterstützt wird das Programm auch von den steirischen Abfallwirtschaftsverbänden, deren AbfallberaterInnen den Schulen als Umweltexperten zur Verfügung stehen und Unterrichtseinheiten anbieten. Darüber hinaus wird ARA4kids in der Steiermark von einem umfassenden Maßnahmenpaket begleitet, das von Recyclingtagen in Kooperation mit Entsorgungsunternehmen und Abfallwirtschaftsverbänden, über ein Gewinnspiel in Kindergärten und Schulen bis hin zu einem Flurreinigungs-Aktionstag im Rahmen des Steirischen Frühjahrsputzes reicht.

Seit Herbst 2013 kommt ARA4kids erfolgreich in Kindergärten und Volksschulen zum Einsatz. ARA Vorstand Werner Knausz: „Wir setzen auf Bewusstseinsbildung, wenn es um Abfallvermeidung, Anti-Littering und getrennte Sammlung geht. Ich bin immer wieder von der Begeisterungsfähigkeit der jungen Generation beeindruckt, wenn es um Umweltschutz geht und freue mich, dass wir auch die Steiermark für ARA4kids gewinnen konnten.“

Landesrat Seitinger stolz auf Umweltbewusstsein der SteirerInnen

Mit einer Pro-Kopf-Sammelmenge von jährlich 134 kg Verpackungen und Altpapier sind die SteirerInnen Musterschüler bei der Mülltrennung und liegen über dem Österreich-Durchschnitt von 115 kg. Landesrat Johann Seitinger: „Ich bin stolz auf das Umweltbewusstsein der SteirerInnen und ihre tolle Leistung bei der getrennten Verpackungssammlung. Das ist eine Bestätigung für den erfolgreichen Weg, den wir in der Steiermark bei der Mülltrennung eingeschlagen haben.“ Den BürgerInnen stehen mehr als 347.000 Sammelbehälter zur Verfügung. Zusätzlich sind mehr als die Hälfte der steirischen Haushalte an die Sammlung mit dem Gelben Sack ab Haus angeschlossen, das sorgt für ein Höchstmaß an Bequemlichkeit.

Damit diese Erfolgsstory weiter fortgeschrieben wird, bedarf es permanenter Anstrengungen. Landesrat Seitinger betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit: „Umso wichtiger ist es, bereits die Kleinsten für den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren. Wir unterstützen die Initiative ARA4kids, die diese Verantwortungs- und Nachhaltigkeitsgedanken sehr erfolgreich in die Schulen und Kindergärten trägt und LehrerInnen wie Eltern in diesen Bewusstseinsbildungsprozess umfassend einbindet.“

Kinder als Multiplikatoren

Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner ergänzt: „Umweltbildung hat bereits in den letzten Jahren eine bedeutende Rolle in den steirischen Kindergärten und Schulen gespielt. Die steirischen AbfallberaterInnen leisten hier gemeinsam mit unseren Pädagoginnen und Pädagogen hervorragende Arbeit. Mit ARA4kids heben wir das Thema Nachhaltigkeit nun auf die nächste Ebene. Das ARA4kids Programm wird ab März 2017 in den rund 700 steirischen Kindergärten und 460 Volksschulen angeboten. Damit erreichen wir mehr als 70.000 Kinder zwischen 4 und 10 Jahren. Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt erkunden. Wir müssen die Möglichkeit aktiv nutzen, bereits die Jüngsten darin zu fördern, ihre Umwelt wahrzunehmen und zu schätzen. Denn hier wird die Basis für die Zukunft geschaffen. Darüber hinaus muss man die Kinder auch als Multiplikatoren sehen. Sie tragen ihr neu erworbenes Umweltwissen in die Familie und bewirken, dass sich auch Erwachsene mit Umweltthemen auseinandersetzen.“

1,2 Millionen SteirerInnen entlasten die Umwelt nachhaltig

Die Steiermark ist für die ARA ein Paradebeispiel für perfekte Verpackungssammlung. „Die ARA arbeitet seit 24 Jahren erfolgreich Hand in Hand mit den Steirischen Städten, Gemeinden, Abfallwirtschaftsverbänden und privaten Entsorgern, und nicht zu vergessen mit mehr als 1,2 Mio. BürgerInnen. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Denn pro Jahr werden von den steirischen Haushalten mehr als 160.000 Tonnen Verpackungen und Altpapier getrennt gesammelt, die anschließend umweltgerecht wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden“, betont Werner Knausz den Umweltnutzen von Mülltrennung und Recycling.

Über die ARA
Seit mehr als 20 Jahren agiert die ARA als eine treibende Kraft der österreichischen Abfallwirtschaft. Ursprünglich ein Sammel- und Verwertungssystem hat sie sich kontinuierlich zum Recyclingexperten, zum Innovationstreiber im Ressourcenmanagement und zum bevorzugten Servicepartner für maßgeschneiderte Entsorgungslösungen weiterentwickelt. Sie gilt damit heute als internationales Vorbild. Die ARA besteht aus der ARA AG und ihren sechs Tochterunternehmen ARAplus GmbH, ARES GmbH, Austria Glas Recycling GmbH, ERA GmbH, LogMan GmbH und NetMan GmbH. Bei diesen Unternehmen hält die ARA AG in ihrer Funktion als Muttergesellschaft Mehrheitsbeteiligungen.

Über die ARA AG
Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) ist in Österreich Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen. Sie organisiert die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen flächendeckend in ganz Österreich. Die ARA steht im Eigentum heimischer Unternehmen und agiert als Non-Profit Unternehmen nicht gewinnorientiert. Für die Sammlung von Verpackungsabfällen aus Papier, Kunststoff, Metall und Glas stellt die ARA den Konsumentinnen und Konsumenten rund 1,73 Millionen Sammelbehälter zur Verfügung. Zusätzlich sind 1,55 Millionen Haushalte an die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. 2015 erfasste die ARA 761.000 Tonnen Verpackungsmaterial und sparte damit über 600.000 Tonnen CO2 ein.


erschienen am: 2017-03-21 im europaticker

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