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Naturschutzgebiet ist Gartendenkmal und Teil des Unesco-Welterbes „Schlösser und Parks
von Potsdam und Berlin“
Berlin: Pfaueninsel wird erneut unter Schutz gestellt

Das Unterschutzstellungsverfahren der Pfaueninsel ist abgeschlossen und die Pfaueninsel wird in den nächsten Wochen erneut unter Schutz gestellt. Behörden, Naturschutzverbände und die Öffentlichkeit beteiligten sich an dem Verfahren. Die Verordnung wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht.

Das Naturschutzgebiet Pfaueninsel ist Gartendenkmal und Teil des Unesco-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Die Insel ist Teil des internationalen Schutznetzes „Natura 2000“ und steht seit 1941 unter Naturschutz. Die Insel liegt im wald- und wasserreichen Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf im Südwesten Berlins. Die Entfernung zur Stadtmitte Berlins beträgt etwa 22 Kilometer (Luftlinie), die Entfernung zur Stadtmitte Potsdams rund 5 Kilometer. Seit 1924 ist die Pfaueninsel mit einer Fläche von 88 Hektar, davon 67 Hektar Landfläche, als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet ist als Fauna-Flora-Habitat gemeldet und Teil des EU-Vogelschutzgebiet Westlicher Düppeler Forst. Eingebettet in eine komplexe, historisch vielschichtige Kulturlandschaft müssen die zum Teil unterschiedlichen Belange von Naturschutz und Denkmalpflege sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Aufgrund der hohen Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes, der Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) und der Richtlinie über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten (Vogelschutzrichtlinie) war eine Neuausweisung des Schutzgebietes erforderlich.

Wesentliche Unterschiede zur bisherigen Verordnung sind die dem neuen Naturschutzrecht angepassten Anforderungen gegenüber den in der FFH- und Vogelschutzrichtlinie genannten Arten. Mit in die Verordnung einbezogen sind auch Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Darüber hinaus enthält die neue Verordnung Möglichkeiten, in bestimmten Fällen Ausnahmen von den Verboten zuzulassen.

Die Pfaueninsel, die von Peter Joseph Lenné zwischen 1816 und 1834 in einen Landschaftspark umgestaltet wurde, hat sich dank besonderer Pflegemaßnahmen durch die Stiftung Schlösser und Gärten mit ihren Wald- und Wiesenbeständen auch zu einem ökologischen Kleinod entwickelt. Die alten, teilweise oder ganz abgestorbenen Bäume mit ihren Höhlen sind Lebensräume für eine Vielzahl streng geschützter Tierarten wie Fledermäuse, Heldbockkäfer und Eremiten.

Naturschutzgebiet Pfaueninsel
Bild: Stadtentwicklung Berlin

erschienen am: 2017-03-20 im europaticker

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