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Erstmalig finanzielle Unterstützung aus dem Haushalt der Stadt
Augsburg: Friedhofsgebühren werden moderat angehoben

Die Friedhofs- und Bestattungsgebühren auf den städtischen Friedhöfen werden moderat angehoben. Gleichzeitig wird das Friedhofswesen erstmals mit einem erheblichen Beitrag aus dem städtischen Haushalt von über 550.000 Euro krisenfest gemacht.

Der Umweltausschuss hat in seiner heutigen Sitzung (20.03.2017) über die Beschlussvorlage der Verwaltung zur Anpassung der Friedhofs- und Bestattungsgebühren einstimmig entschieden. Die sich ändernde Friedhofskultur (Rückgang der Erdbestattung, pflegeleichte Gräber) führt zu einer Verringerung der Einnahmen des Friedhofswesens, das über ein gesondertes Budget bewirtschaftet wird. Die Nachfrage nach anderen und günstigen Bestattungsformen steigt, während die Nachfrage nach traditionellen und teuren Erdgräbern abnimmt. „Dieser Trend hält seit Jahren an und hat neben finanziellen Erwägungen auch damit zu tun, dass Grabbesuche und Grabpflege aufgrund der gestiegenen Mobilität in den Familien nicht mehr regelmäßig durchgeführt werden können. Auf die geänderten Bedingungen muss sich das Friedhofswesen einstellen“, so Umweltreferent Reiner Erben.

Nachdem gerade die Gebühren für die Erdbestattung massiv hätten angehoben werden müssen, hat Reiner Erben als zuständiger Referent auch aus sozialen Gründen und zur Zukunftssicherung des Friedhofswesens Gespräche mit Verwaltung und Politik geführt und eine Unterstützung des Gebührenaushalts durch den allgemeinen Haushalt der Stadt vorgeschlagen.

Mit der erstmaligen und deutlichen finanziellen Unterstützung aus dem allgemeinen Haushalt, durch Gewährung eines Zuschusses für den Denkmalschutz und die Erhöhung des Grünwertanteils der städtischen Friedhöfe in Höhe von rund 550.000 Euro war es möglich, die Gebührenanpassungen in einem moderaten Rahmen zu halten.
Ohne diesen hohen städtischen Zuschuss aus dem allgemeinen Haushalt würde die Erhöhung zu unverhältnismäßig hohen Friedhofs- und Bestattungsgebühren führen, was weder im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, noch im Interesse des Friedhofwesens ist.
Reiner Erben: „Mit dieser Entscheidung kann auch sichergestellt werden, dass im Friedhofswesen der Sanierungsstau an den zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden und Mauern angegangen werden kann, die Stadt die sich ändernde Friedhofskultur offensiv aufgreift und die Friedhöfe zukunftssicher machen kann.“

erschienen am: 2017-03-20 im europaticker

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