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AK Wien veröffentlicht Studien zur Obsoleszenz
Smartphones werden häufiger ersetzt als T-Shirts

In den Aufsatz „Smartphones werden häufiger ersetzt als T-Shirts“ fasst die AK Wien ihre bisherigen Studien zum Thema „Obsoleszenz“ zusammen und versucht, daraus konsumentenpolitische Empfehlungen abzuleiten. Mittels einer repräsentativen Online-Umfrage sowie einer qualitativen Befragung wurde der Frage nachgegangen, wie lange Produkte in privaten Haushalten genutzt und warum diese ersetzt werden, darauf weist RepaNet - Re-Use- und Reparaturnetzwerk Österreich, der Verein zur Förderung der Wiederverwendung, Ressourcenschonung und der Beschäftigung im Umweltbereich hin.

Die Erhebung der AK Wien orientierte sich dabei nicht nur an den Produkten und den technischen Mängeln, ein reiner Fokus auf die vieldiskutierte „geplante Obsoleszenz“ erscheint zu kurz. Der gewählte Ansatz nimmt die Perspektiven der KonsumentInnen in den Blick: Indem Beschaffungsgründe und Einflüsse auf Ersatzkäufe analysiert werden, werden vielfältige Einflussfaktoren auf die Nutzungsdauer von Produkten sichtbar.

Wichtig erscheint den AutorInnen die Unterscheidung zwischen der Lebensdauer (technisch bedingt) eines Produktes und der Nutzungsdauer (bedingt durch das Verhalten des Erstnutzers), die oft deutlich kürzer sein kann. Die AK schlägt drei Maßnahmenbündel vor, um beide unterschiedlich bedingten Zeiträume zu verlängern:
1.Maßnahmen, die direkt zur Verlängerung der Nutzungsdauer beitragen können
2.Maßnahmen, die das Vertrauen in die erwartete Lebensdauer erhöhen.
3.Maßnahmen gegen Werbepraktiken und Anreizsysteme, die eindeutig zur Verkürzung der Nutzungsdauer beitragen.

Zu allen drei Maßnahmengruppen werden Beispiele angeführt, die aktuell auch auf EU-Ebene diskutiert werden. RepaNet ist über das europäisches RREUSE-Netzwerk an diesen Diskussionen aktiv beteiligt.

Der Diskurs zur „geplanten Obsoleszenz“ ist in den letzten Jahren medial stark forciert worden und mittlerweile bei KonsumentInnen verankert. Umfragen in verschiedenen Ländern zeigen, dass die meisten KonsumentInnen die „geplante Obsoleszenz“ für ein weitverbreitetes Phänomen halten. KritikerInnen sehen darin einen der Hauptantriebsfaktoren, um Wirtschaftswachstum zu erhalten, und eine grundlegende Ursache für ansteigende Müllberge. .

SMART PHONES WERDEN HÄUFIGER ERSETZT ALS T-SHIRTS

Der Artikel fasst die Ergebnisse der Studie (Wieser und Tröger 2015) zusammen, der gesamte Bericht ist hier erhältlich: http://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/resolver?urn=um:nbn:at:at-akw:g- 490923

Die Erstveröffentlichung des Artikels erfolgte in: Bala, C., and Schuldzinski, W. (eds.). „Beiträge zur Verbraucherforschung Band 6: Pack ein, schmeiß weg? Wegwerfkultur und Wertschätzung von Konsumgütern“, Verbraucherzentrale NRW, DOI 10.15501/978-3-86336-914-9_5. Düsseldorf, 2017.

erschienen am: 2017-04-10 im europaticker

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