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Abschluss des Bauabschnittes ist bis zum Herbst vorgesehen
Wangerooge: Verstärkung des Dorfgrodendeiches wird fortgesetzt

Die Erhöhung und Verstärkung des Dorfgrodendeiches wird in diesem Jahr fortgesetzt. „Durch den NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) wurde der Auftrag für den diesjährigen ca. 400 Meter langen Deichbauabschnitt im Bereich der Richthofenstraße vergeben, um mit den Arbeiten rechtzeitig im Frühjahr beginnen zu können" erläutert Theo van Hoorn als Projektleiter der zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN im Rahmen einer Bürgerinformation auf Wangerooge am Donnerstag. „Diese Teilstrecke verbindet den Dorfgrodendeich mit dem Ostgrodendeich und bildet einen wichtigen Abschnitt in der Erneuerung des wattseitigen Sturmflutschutzes für die Insel, die wir zwischen 2014 und 2018 mit Restarbeiten 2019 verwirklichen. Wir liegen mit der Gesamtmaßnahme im Zeitplan".

Für diesen Abschnitt werden über 20.000 Kubikmeter Klei und mehr als 5.000 Tonnen Schüttsteine verbaut, die sich schon auf der Insel befinden. Insgesamt werden 1.250 Meter Deichverteidigungs- und Deichkronenweg und zwei Deichtreppen auf der Gesamtstrecke des Dorfgrodendeiches fertiggestellt. Zusätzlich werden am Festland über 40.000 Kubikmeter Klei gewonnen, die nach Harlesiel transportiert werden. „Diese werden vorbereitend für den letzten Deichbauabschnitt in Harlesiel zwischengelagert. Damit wird im nächsten Jahr letztmalig per Schiff Klei auf die Insel transportiert" ergänzte van Hoorn.

Die insgesamt circa 3,3 Kilometer lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf. Der neue Deich ist durch ein massives Fußdeckwerk aus Wasserbausteinen und eine Kleiabdeckung von 1,5 Metern an der Seeseite gegen den starken Wellenangriff in Sturmfluten gewappnet. In den Vorjahren waren bereits der westliche und östliche Teil der Deichstrecke sowie das in der Deichlinie liegende Bahnschart und das Schöpfwerk neu gebaut worden.

Für die Dauer der Baumaßnahmen werden der Ostflügel des Ostgrodendeiches bis zum Schöpfwerk sowie der Zugang zum Wattwanderweg am Bahnschart geöffnet belieben. Die übrige Deichtrasse wird wegen der Arbeiten bis in den Herbst hinein gesperrt. Zusätzlich werden im Bereich des Ostinnengrodens Maßnahmen zur Biotopverbesserung als Kompensation durchgeführt, weil durch den Deichbau wertvolle Biotope beeinträchtigt werden. Van Hoorn lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wangerooge, den Naturschutzbehörden, dem Mellumrat und allen weiteren Beteiligten.

Insgesamt werden für den Deichbau auf Wangerooge in diesem Jahr ca. vier Millionen Euro eingesetzt, die gemeinsam vom Land Niedersachsen und vom Bund aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes getragen werden.

Die Insel Wangerooge wird durch fast sechs Kilometer Deiche und elf Kilometer Schutzdünen vor Sturmfluten geschützt und in ihrem Bestand gesichert.

erschienen am: 2017-04-10 im europaticker

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