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Kreise Viersen und Wesel Tochtergesellschaft für den Bau einer Kompostierungsanlage gegründet
Zusammenarbeit im Zweckverband BAVN nimmt Gestalt an

In der dritten Sitzung der Verbandsversammlung des Bioabfallverbands Niederrhein (BAVN) der Kreise Viersen und Wesel am 5. April berichtete der Verbandsvorsteher Andreas Budde zu den Fortschritten des gemeinsamen Projekts bei der künftigen Gestaltung der Entsorgung der in beiden Kreisgebieten anfallenden Bioabfallmengen. Ziel des Zweckverbandes BAVN ist es, diese gemeinsam ab dem Jahr 2021 in einer neu zu errichtenden Bioabfallbehandlungsanlage zu verwerten. „Wir liegen gut im Zeitplan“ sagte Budde der Verbandsversammlung. Derzeit läuft ein europaweites Verfahren zur Auswahl eines Generalunternehmers für die Planung und Erarbeitung der Genehmigungsunterlagen. „Eine Auftragsvergabe soll noch vor der Sommerpause 2017 erfolgen“ sagte Helmut Czichy, der stellvertretende Verbandsvorsteher. Weiterhin hat der BAVN inzwischen eine Tochtergesellschaft, die Niederrheinische Bioanlagen Gesellschaft mbH, gegründet. „Alle operativen Aufgaben werden in unserer Tochtergesellschaft gebündelt“ führte Budde aus.

Errichtet werden soll die Bioabfallbehandlungsanlage am Standort Asdonkshof des Abfallentsorgungszentrums (AEZ) des Kreises Wesel in Kamp-Lintfort. „Wir planen den Bau einer modernen Kompostierungsanlage mit vorgeschalteter Teilstromvergärung“ sagte Budde. Dadurch kann neben der Herstellung eines hochwertigen Komposts der Energieinhalt der Bioabfälle zur Gewinnung von Methangas genutzt werden. Während der Kompost in der Landwirtschaft der Region als begehrter Bodenverbesserer eingesetzt wird, kann das erzeugte Gas entweder verstromt oder direkt in das Gasnetz eingespeist werden. „Neben der effizienten Verwertung der Bioabfälle leistet der BAVN auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz durch dauerhafte und deutliche CO2-Einsparungen“ unterstrich der stv. Vorsitzende der Verbandsversammlung Günter Werner.

Die Zusammenarbeit der Kreise Viersen und Wesel im BAVN haben Budde und Czichy darüber hinaus in abfallwirtschaftlichen Fachveranstaltungen im Laufe des März 2017 vorgestellt. „Das Interesse der Fachwelt an unserem gemeinschaftlichen Projekt zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, eine langfristige Entsorgungssicherheit für den Bioabfall und vor allem für stabile Abfallgebühren für die Bürger unserer Kreisgebiete zu schaffen“ betonten Budde und Czichy.
Bild: (v.l.) Andreas Budde; Verbandsvorsteher des BAVN; Horst Reinhardt, Geschäftsführer der Niederrheinischen Bioanlagen Gesellschaft mbH; Helmut Czichy, stv. Verbandsvorsteher des BAVN Foto: BAVN

erschienen am: 2017-04-12 im europaticker

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