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Erfahrungsaustausch europäischer Experten im Süd- und Mittelraddegebiet
Neben Dänemark und den Niederlanden sind Niedersachsen und Schleswig-Holstein „Uferschnepfenland„

Internationalen Besuch empfingen Bernhard Bruns und seine Kollegen vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) am Dienstag: Im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" bereisten sieben Wiesenvogelexperten aus den Niederlanden, Dänemark Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie die örtlichen Gelegeschutz-Betreuer der Landkreise Cloppenburg und Emsland die Niederungsgebiete der Süd- und Mittelradde. Auch ein von der Europäischen Kommission mit der Projektbegleitung beauftragtes Büro war vertreten. Das Gebiet westlich von Cloppenburg ist eines von zwölf zugehörigen Projektgebieten in Niedersachsen. Detaillierte Ortskenntnis brachte Dr. Heinz Düttmann ein, der an der Mittelradde bei Werlte aufwuchs und nun im Niedersächsischen Umweltministerium arbeitet. Gebietsbetreuer Bruns vom NLWKN in Oldenburg hatte für die Begutachtung Flächen in den Vreeser Wiesen, in Lindern-Lienerloh und in Löningen-Augustenfeld ausgesucht. „Gerade in diesen Bereichen, wo es schwierig ist das Grünland für den Wiesenvogelschutz feucht genug zu halten und einen offenen Landschaftscharakter herzustellen, freuen wir uns auf einen regen Informationsaustausch", betonte er.

Neben Dänemark und den Niederlanden sind Niedersachsen und Schleswig-Holstein „Uferschnepfenland": Gemeinsam beherbergen sie über 90 Prozent der Brut-Population in Deutschland. und tragen somit eine große Verantwortung für den Erhalt der Art. Der niedersächsische Projektleiter Heinrich Belting erläutert: „Die Exkursion bietet alljährlich eine gute Gelegenheit, Erfahrungen im Naturschutzmanagement auszutauschen und die Planung in unseren Projektgebieten gegebenenfalls. neu auszurichten. Zusammen wollen wir die Projektflächen hinsichtlich Feuchtigkeitsgrad, Offenheitscharakter der Landschaft und Grünlandstruktur bewerten." Ziel sei eine Verbesserung der Lebensräume für die im Mittelpunkt des Projekts stehende Uferschnepfe und weitere Wiesenvogelarten mit ähnlichen Bedürfnissen.

Im LIFE-Projekt „Wiesenvögel" werden durch Flächenankäufe und darauffolgende Schutzmaßnahmen wie Nutzungsextensivierung, Gehölzrückschnitt und Wiedervernässung die wichtigsten Brutgebiete für zahlreiche Wiesenvogelarten gesichert. Daneben werden auch regelmäßige Erfassungen und weitere wissenschaftliche Untersuchungen unterstützt, die für den zukünftigen Schutz der Arten unerlässlich sind. Dabei geht es z.B. um die Frage, welche Beutegreifer Einfluss nehmen oder wie hoch die Wiederkehrraten der Vögel sind. Das Projekt ist auf neun Jahre ausgelegt (2011-2020) und wird zu 60 Prozent von der Europäischen Kommission und zu 40 Prozent vom Land Niedersachsen mit Unterstützung durch den Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung Emsland gefördert.s hohen organisatorischen Aufwandes, sondern vor allem im Hinblick auf die Erfolgspotenziale ist es wichtig, sich immer wieder umfassend mit den Trainings zu befassen. Die Fragen, warum die Schulungen so wichtig sind, und wie genau Betriebe profitieren können, bleiben viel zu oft unbeantwortet.

erschienen am: 2017-04-11 im europaticker

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