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Heiligenhafen: Investitionen in die Hafeninfrastruktur leisten Beitrag zur Unterstützung
der heimischen Ostseefischerei
Voraussetzungen für die Vermarktung von frischem Fisch direkt vom Kutter deutlich verbessert

Im Fischereihafen Heiligenhafen werden durch Umbau die Anlege- und Anlandebedingungen für die kleineren Fischereifahrzeuge und die Voraussetzungen für die Vermarktung von frischem Fisch direkt vom Kutter deutlich verbessert. „Diese Investitionen leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Ostseefischerei in Schleswig-Holstein“, sagte Staatssekretärin Silke Schneider heute (12. April 2017) in Heiligenhafen, wo sie sich über die geplanten Baumaßnahmen informierte und den Zuwendungsbescheid des Landes über einen Betrag von 772.500 Euro überreichte.

Bei einem Rundgang über das Hafengelände erläuterten die Vertreter der Stadt und der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe die mit dem Vorhaben verbundenen Planungen und Zielsetzungen.
Mit knapp 30 heimischen Fischereifahrzeugen im Haupt- und Nebenerwerb zählt Heiligenhafen zu den wichtigsten Fischereihäfen an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Das Hafenumfeld wurde im Laufe der letzten Jahre durch verschiedene Investitionen deutlich aufgewertet; hierzu zählen u. a. Hotelbauten und die Umgestaltung der alten Fischhalle durch die in Heiligenhafen ansässige Erzeugerorganisation der Küstenfischer Nord eG zu einem modernen Bistro.

Mit der nun bevorstehenden Baumaßnahme im Fischereihafen sollen die Anlege- und Anlandebedingungen insbesondere für die kleineren Fischereifahrzeuge deutlich verbessert werden. Die alte Nordbrücke wird abgerissen und durch eine moderne Konstruktion ersetzt, die auch dem gestiegenen Publikumsverkehr im Hafen gerecht wird und bessere Bedingungen für die Direktvermarktung von frischem Fisch direkt vom Kutter ermöglicht. Damit leistet die Investition auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der kleinen handwerklichen Fischerei an der Ostseeküste.

„In diesem Fall kann man tatsächlich von einer Win win-Situation sprechen“, sagte Schneider „Der attraktive und lebhafte Hafenbereich lockt vermehrt Einheimische und Touristen an; hiervon profitieren die ansässigen Unternehmen und insbesondere auch die Fischer. Die neue Nordbrücke wird den Fischern deutlich bessere Arbeitsbedingungen ermöglichen, indem Anlandungen und die Möglichkeiten zur Direktvermarktung erleichtert werden. Durch den Bestandseinbruch beim Westdorsch und die damit verbundenen Quotenkürzungen sind viele Ostseefischereibetriebe in ihrer Existenz bedroht. Auch die Verbesserung der Hafeninfrastruktur leistet mittelbar einen Beitrag, um die Fischerei in diesen schweren Zeiten zu unterstützen.“

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,23 Mio. Euro. Die vom Land bewilligte Förderung von 772.500 € wird aus Mitteln des „Landesprogramms Fischerei und Aquakultur“ bereitgestellt. Es handelt sich um EU-Mittel aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Den verbleibenden Teil der Kosten tragen die Verkehrsbetriebe der Stadt Heiligenhafen.

Die Geschäftsführung der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe zeigte sich sehr erfreut. „Durch die Förderung wird der hohe Stellenwert der Fischerei in Schleswig-Holstein deutlich. Das ist sehr wichtig für den Fischereistandort Heiligenhafen“, so Manfred Wohnrade. Sein Kollege Joachim Gabriel wies auf die entscheidende Rolle hin, die der Arbeitskreis Fischerei der AktivRegion Wagrien-Fehmarn e. V. bei der Entwicklung des Vorhabens eingenommen hat: „Wir sind dem Arbeitskreis Fischerei der AktivRegion Wagrien–Fehmarn sehr dankbar für die konstruktive Unterstützung und Zusammenarbeit bei diesem Projekt, das für eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Kleinfischer in Heiligenhafen sorgen wird.“

erschienen am: 2017-04-12 im europaticker

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