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Deutschland gehört im internationalen Vergleich in der Forschungs- und
Innovationspolitik zur Spitzengruppe
Regierung: Hohe Innovationskraft

"Wir müssen und wollen den eingeschlagenen Weg der Stärkung unseres Innovationssystems weiter gehen." Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Unterrichtung (18/11810). Die Hightech-Strategie (HTS) habe in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Position Deutschlands im globalen Wettbewerb zu verbessern und ein Umfeld zu schaffen, das die Umsetzung von Ideen in marktfähige Produkte und Dienstleitungen befördere. Das Ziel der Bundesregierung, jährlich drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung (F&E) einzusetzen, konnte 2015 erreicht werden. Thematische Prioritäten der HTS sind: "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft", "Nachhaltiges Wirtschaften und Energie", "Innovative Arbeitswelt", "Gesundes Leben", "Intelligente Mobilität" und "Zivile Sicherheit".

Innovationen hätten nicht nur technologische Grundlagen. Viele erfolgreiche und im besten Sinne umwälzende Innovationen seien auch oder sogar überwiegend nichttechnischer Natur. Im Sinne eines breiten Innovationsverständnisses unterstütze die Bundesregierung in der HTS daher sowohl technologische als auch soziale und gesellschaftliche Innovationen. Das gelte beispielsweise bei der Zukunft der Energieversorgung, der Beachtung der planetaren Grenzen, dem Schutz der Gesundheit oder den Folgen des demografischen Wandels.

Innovative Prozesse würden in Deutschland zunehmend kooperativ durch eine Vielzahl von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft getragen. Die HTS setze deshalb einen Schwerpunkt auf die enge Vernetzung dieser Akteure, die durch Initiativen umgesetzt, die komplementäre Kompetenzen und Ressourcen in Clustern, Netzwerken und Plattformen zusammenführen und so eine effiziente und umfassende Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung ermöglichen. Ein Schwerpunkt müsse dabei auch in Zukunft sein, wichtige Zielgruppen wie Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups noch besser zu erreichen. Ihre Unterstützung habe die Bundesregierung in den vergangenen Jahren mit neuen Maßnahmen und mehr Fördermitteln weiter intensiviert. 2015 hätten KMU ihre F&E-Investitionen deutlich stärker als in den Vorjahren gesteigert.

Zudem mache die internationale Aufmerksamkeit für deutsche Gründungsmetropolen wie Berlin, München oder Hamburg deutlich, dass auch das Gründungsgeschehen in Deutschland an Dynamik gewinne. Hier gelte es auch, die Chancen der digitalen Transformation für den Mittelstand noch stärker zu erschließen.

Für die Wissenschaft in Deutschland sei mit der 2016 verkündeten Strategie für Open Access, also dem freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet, wichtige Weichen gestellt worden. Die Erfahrung der letzten Jahre zeige auch, dass eine intensivere gesellschaftliche Einbindung entscheidend für den Erfolg der HTS sei. Partizipation bleibe eine Herausforderung, für die immer neue Wege gesucht werden müssen.

Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hänge immer stärker davon ab, in einer innovativen Arbeitswelt nicht nur isolierte Produkte anzubieten, sondern auch darauf abgestimmte Dienstleistungen für integrierte Problemlösungen aus einer Hand. Mit dem Forschungsrahmenprogramm Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen werde Forschung in den Bereichen Produktion, Dienstleistung und Arbeit daher erstmals gemeinsam und ganzheitlich betrachtet.

Die Umsetzung und Weiterentwicklung der HTS werde inhaltlich und strategisch wesentlich durch das Hightech-Forum unterstützt. Dabei brächten Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft interdisziplinär und fachübergreifend ihre Expertise für die künftige Forschungs- und Innovationsstrategie der Bundesregierung ein. Das Hightech-Forum werde seine Handlungsempfehlungen im Mai 2017 vorlegen.

erschienen am: 2017-04-12 im europaticker

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