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Landespreis Energy Globe STYRIA AWARD 2017 – Auszeichnung steirischer Leuchtturmprojekte
Saubermacher erhält Energy Globe STYRIA AWARD

Auch heuer wurde wieder der begehrte Energie- und Umweltpreis Energy Globe STYRIA AWARD vom Land Steiermark und der Energie Steiermark ausgelobt. Sie luden gemeinsam zur Preisverleihung des Landespreises Energy Globe STYRIA AWARD 2017 am 05. April 2017 und der anschließenden Festveranstaltung in die Aula der Alten Universität Graz ein. In feierlichem Rahmen wurden die nominierten Projekte in den Rubriken des Energy Globe STYRIA AWARD 2017 vorgestellt. Steiermarkweit nahmen 75 Projekte am Bewerb teil und begeisterten die Fachjury mit der Ideenvielfalt und dem regionalen Know-How. Durch die große Anzahl und Qualität der Einreichungen liegt die Steiermark beim Energy Globe Bewerb an Österreichs Spitze und gilt damit als Vorzeigebundesland.

„Das wichtige Thema Klimaschutz und die dafür notwendige Steigerung der Energieeffizienz sowie der weitere Ausbau von Erneuerbaren Energien sind für mich enorm wichtig. Mit dem Klimaschutzplan Steiermark und der Energiestrategie 2025 haben wir exakt definiert, wie wir unsere großen, gemeinsamen Ziele erreichen wollen. Ganz wichtig dabei ist der berühmte Steirische Innovationsgeist. Erfolgreiche Projekte und Initiativen sind schließlich die Basis dafür, dass wir den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft positiv beschreiten können", zeigte sich Landesrat Anton Lang erfreut.

Verliehen wird der Energy Globe STYRIA AWARD in den fünf Rubriken Anwendung, Kampagne, Forschung, Jugend und weltweit. Die Paten der Rubriken, Landesrat Anton Lang und die Vorstände der Energie Steiermark DI Christian Purrer und DI (FH) Mag. (FH) Martin Graf, MBA gaben die Rubrikgewinner bekannt und gratulierten sowohl den Siegern als auch den anderen ausgezeichneten Projekten mit der Übergabe von Urkunden und Statue. Im Anschluss fand der Festakt mit regionalen Spezialitäten der heimischen Gastronomie einen feierlichen Ausklang. Die Veranstaltung verlief wieder zur vollsten Zufriedenheit der langjährigen Organisatorin Energie Agentur Steiermark. „Der Energy Globe befasst sich mit Themen, die uns ein Anliegen sind. Wir organisieren diesen Preis mit Freude“, betonte DI Wolfgang Jilek, Geschäftsführer der Energie Agentur Steiermark.

Beim heurigen Energy Globe STYRIA AWARD konnte die Saubermacher Dienstleistungs AG mit dem Projekt RE²BA Reuse und Recycling von Batteriesystemen aus der Elektromobilität den Sieg in der Rubrik Forschung und das „goldene Ticket“ für den nationalen Energy Globe Bewerb für sich verbuchen.

Bei der Verleihung in der Aula der Alten Universität Graz wurde Sau-bermacher gemeinsam mit seinen Forschungspartnern AVL, KTM, Montanuni Leoben und Smart Power für seine Projektergebnisse im Bereich Re-Use und Recycling von Batteriesystemen aus der E-Mobilität mit dem Energy Globe STYRIA AWARD in der Rubrik Forschung (internationale Kategorie Feuer) aus-gezeichnet. Gleichzeitig gewann das Saubermacher-Projekt auch das goldene Ticket für den nationalen Energy Globe Bewerb.

Second Life.
Das Projekt wurde von Saubermacher als Konsortialführer in Koopera-tion mit AVL List GmbH, KTM AG, Montanuniversität Leoben und Smart Power GmbH & Co KG (Deutschland) durchgeführt. Gemeinsam wurde erstmals ein statio-näres Speichermedium (Prototyp) aus gebrauchten Akkus von E-Motorrädern von KTM gebaut. Künftige Einsatzgebiete für die Second Life-Applikation sind private Heimspeicher, z. B. für Photovoltaik-Anlagen, Peak-Shaving (Spitzenlastabdeckung) in der Industrie oder für die Ortsnetzstabilisierung für Energieversorger. „Das RE²BA-Projekt ist in Österreich und auch in Europa das erste, das sich mit der Verwendung von gebrauchten Batteriesystemen als Speichermedien beschäftigt hat und diese Technologie nun zur Marktreife führt“, freute sich Gerhard Ziehenberger, Technik-Vorstand bei Saubermacher. Darüber hinaus wurde auch der bisherige Recyclingprozess von Lithium-Ionenbatterien entscheidend weiterentwickelt.

Maßstab für Recycling.
Batteriesysteme für E-Autos & Co sind teuer. Bei einem Absinken des Energiepotentials auf ca. 80 % können sie für die Mobilität nicht mehr verwendet werden. Dennoch haben sie einen hohen Wert, der im Recyclingprozess bisher nur zum Teil gehoben werden konnte. „Die Projektpartner haben in Europa einen neuen technischen Standard für die Wiederverwendung und das Recycling von Batterien aus der Elektromobilität geschaffen, der zum Teil bereits von namhaften deutschen Fahrzeugherstellern als Maßstab für ihre Recyclingkonzepte verwendet wird“, zeigte sich auch Saubermacher-Eigentümer Hans Roth über die Auszeichnung stolz.

Viele Vorteile.
Die Verlängerung der Lebensdauer der Batteriesysteme bringt viele Vorteile. Natürliche Ressourcen werden geschont, klimaschädliche Emissionen vermieden bzw. verringert und neue Geschäftsmodelle geschaffen. Das Forschungsteam beschäftigte sich von 2014 bis 2016 intensiv mit verschiedenen Re-Use- und neuen Recyclingmöglichkeiten von Lithium-Ionen-Batterien. Gestern Abend wurden die Anstrengungen und auch der feste Glaube an Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen einer feierlichen Gala vom Land Steiermark und der Energie Steiermark belohnt.

Weitere ausgezeichnete Projekte in der Rubrik Forschung sind:

Galvano Membrandestillation (MD) zur energieeffizienten Behandlung (Aufkonzentrierung) von Galvanikflüssigkeiten vom Einreicher AEE Intec: Das neuartige, solar unterstützte Membrandestillationsverfahren ermöglicht die effiziente Rückgewinnung von wertvollen Galvanikbadinhaltsstoffen in der industriellen Metalloberflächenbehandlung.

In der Rubrik Kampagne wurde die Marktgemeinde Kaindorf mit dem Projekt „Kaindorf 2030“ zum Sieger gekürt. Ziel der Kaindorfer Initiative war die Erstellung eines Ortsverdichtungskonzeptes unter besonderer Berücksichtigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte. Insgesamt wurden neun Baugebiete in Streulage, abseits von öffentlichen Verkehrsnetzen gelegen, nach den Kriterien des „Energieausweises für Siedlungen" evaluiert und zur Rückführung in Freiland bzw. landwirtschaftliche Nutzung vorgeschlagen. Die betroffenen GrundstückseigentümerInnen waren von Anfang an in die Überlegungen der Marktgemeinde involviert. Letztendlich konnten so rund 20 Hektar rückgeführt werden. Die Jury würdigte das weitsichtige Engagement des Gemeinderates mit e-Carsharing im Steirischen Vulkanland vom Einreicher Lokale Energieagentur LEA GmbH: Das größte e-Carsharing-Kooperationsprojekt in Österreich umfasst 23 Gemeinden und 16 Betriebe, welche eine Vielzahl von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in einem gemeinschaftlichen Pool einer breiten Zielgruppe zur Verfügung stellen. dem Kategoriesieg.

Weitere ausgezeichnete Projekte

Bild: Dr. Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben), KR Hans Roth, Dr. Astrid Arnberger samt Team (Saubermacher Dienstleistungs AG), Rubrikpate Landesrat Anton Lang
© Fotos: Werner Krug

erschienen am: 2017-04-12 im europaticker

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