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Mitgliedstaaten haben Position als weltweit größter Geber von Entwicklungshilfe weiter ausgebaut
EU-Entwicklungshilfe erreicht Rekordstand

Auch 2016 haben die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten ihre Position als weltweit größter Geber von Entwicklungshilfe weiter ausgebaut. Mit insgesamt 75,5 Mrd. Euro lag die Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance, ODA) so hoch wie noch nie – eine Steigerung um 11 Prozent im Vergleich zu 2015. Gemessen am  Bruttonationaleinkommen (BNE) ist die Entwicklungshilfe der EU im Jahresvergleich von 0,47 auf 0,51 Prozent gestiegen. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute (Dienstag) veröffentlicht hat. Deutschland erreichte erstmals das selbst gesteckte Ziel von 0,7 Prozent des BNE – bedingt durch die anrechenbaren Ausgaben für Flüchtlinge im Inland.

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, freute sich über das gestiegene Engagement. „Ich bin stolz, dass die EU der der weltweit größte Geber von Öffentlicher Entwicklungszusammenarbeit bleibt – dies ist ein klarer Beweis unseres Engagements für die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Wir fordern alle entwicklungspolitischen Akteure auf, ihre Anstrengungen ebenfalls zu verdoppeln. Und wir werden hier nicht stehenbleiben. Wir versuchen durch Hebelwirkungen von Privatinvestitionen, durch die Mobilisierung heimischer Ressourcen und durch die Intensivierung gemeinsamer Anstrengungen mit den EU-Mitgliedstaaten, das Beste aus allen entwicklungspolitischen Finanzquellen zu machen“, sagte Mimica in Brüssel.

Die Geberländer haben sich freiwillig dazu verpflichtet, 0,7 Prozent ihres BNE für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Aus den OECD-Zahlen geht hervor, dass fünf EU-Mitgliedstaaten in 2016 das 0,7 Prozent-Ziel erreicht haben. Erstmals erreichte auch  Deutschland bedingt durch die anrechenbaren Ausgaben für Flüchtlinge im Inland  die Quote von 0,7 Prozent. Neben Deutschland gehören Dänemark, Schweden, Luxemburg und Großbritannien zu den Geberländern, die das selbstgesteckte Ziel von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens erreicht haben.

Unter der Öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit werden die Mittel erfasst, die die Mitglieder im Entwicklungshilfeausschuss der OECD an Entwicklungsländer direkt oder durch internationale Organisationen für Entwicklungsvorhaben zahlen.

Weitere Informationen:

Mitteilung: EU Official Development Assistance reaches highest level ever

Faktenblatt zu den Zahlen aus 2016

Informationen zur EU-Entwicklungszusammenarbeit

erschienen am: 2017-04-17 im europaticker

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