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111 Jahre Landung Alfred und Kurt Wegener in Laufach (Landkreis Aschaffenburg)
Weltrekord-Ballonfahrt der Lindenberger Forscher startete in Reinickendorf

Am 5. April 1906 stiegen Alfred und Kurt Wegener, damals Assistenten am Königlich-Preußischen Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Beeskow, mit ihrem mit 1200 m3 Wasserstoff gefüllten Ballon in Reinickendorf bei Berlin zu einer denkwürdigen Ballonfahrt auf. Ziel war es, meteorologische Daten aus der höheren Atmosphäre zu gewinnen und die Methode der astronomischen Ortsbestimmung auch nachts auszuprobieren. Nach 52-stündiger Fahrt brachten sie den Ballon am 7. April 1906 bei Laufach (Landkreis Aschaffenburg) zur Landung – für die damalige Zeit Weltrekord. Die Gemeinde Laufach erinnert in Zusammenarbeit mit dem dortigen Geschichts- und Heimatverein an die Landung der Wegener-Brüder vor 111 Jahren mit einer Vortragsveranstaltung. Neben Günther Schönharting, einem Enkel Alfred Wegeners, wird auch der Deutsche Wetterdienst (DWD), zu dem das Meteorologische Observatorium Lindenberg / Richard-Aßmann-Observatorium (MOL-RAO) gehört, die Veranstaltung am 7. April 2017 ab 19.00 Uhr Im Laufacher Eichenhaus mit einem Vortrag bereichern.

Meteorologie auf dem Forschungsschiff POLARSTERN
Die Diplom-Meteorologin Julia Fruntke wird in ihrer Präsentation über ihre Arbeit auf dem Forschungsschiff POLARSTERN des Alfred-Wegener-Instituts berichten. Der Deutsche Wetterdienst betreibt auf der POLARSTERN eine von zwei Bordwetterwarten. Die zweite Bordwetterwarte befindet sich auf dem Forschungsschiff METEOR. Zu den Aufgaben des DWD-Bordmeteorologen gehören u. a. die Wettervorhersage, die meteorologische Beratung der Schiffsführung sowie wissenschaftlichen Fahrtleitung und die flugmeteorologische Beratung der Helikopterbesatzung an Bord. Diese außer-gewöhnliche Dienstreise der Diplom-Meteorologin startete am 6. Dezember 2015 in Kapstadt. Nach einem Aufenthalt an der Neumayer-Station III ging Julia Fruntke am 14. Februar 2016 im chilenischen Punta Arenas von Bord.

Das Meteorologische Observatorium Lindenberg / Richard-Aßmann-Observatorium (MOL-RAO) in Lindenberg
Das MOL-RAO wurde 1905 als Königlich-Preußisches Aeronautisches Observatorium eingeweiht. Alfred Wegener gehörte zum Mitarbeiterstab des Gründers des Observatoriums, Richard Aßmann. Zunächst mit Fesselballon- und Drachenaufstiegen erforschte das Observatorium die Atmosphäre. Neben dem Weltrekord der Ballonfahrt hält das MOL-RAO den bis heute gültigen Drachenhöhenweltrekord von 9.750 Metern, aufgestellt im Jahr 1919. Der Forschungsschwerpunkt des MOL-RAO liegt noch immer in der Sondierung der Vertikalstruktur der Atmosphäre, heute insbesondere mit bodengebundenen Fernsondierungsverfahren wie Radar und Lidar. In speziellen Messprogrammen werden die solare und terrestrische Strahlung sowie die Wechselwirkungsprozesse zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre untersucht. Diese Forschungen dienen der Langzeitbeobachtung der Atmosphäre sowie der Verbesserung der Wettervorhersage.
Bild: Phoenixballon, (c) MOL,DWD

erschienen am: 2017-04-15 im europaticker

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