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Illegale Galvanikabfälle in Kreuztal-Eichen: Entsorgung abgeschlossen
Bezirksregierung Arnsberg: Illegales Abfalllager konnte reibungslos geräumt werden 

Das illegale Abfalllager eines Galvanikbetriebes in Kreuztal-Eichen ist seit Montag (10. April) vollständig geräumt. Die Arbeiten sind reibungslos verlaufen. Das von der Bezirksregierung Arnsberg und der Vereinigung zur Überwachung technischer Anlagen e.V. erarbeitete Entsorgungskonzept hat sich somit bewährt. Auch die Rückbauarbeiten der vorübergehenden Dichtflächen sind abgeschlossen. Diese Räumung hatte die Bezirksregierung ersatzweise übernommen, da die Verantwortlichen dieser Aufgabe bisher nicht nachgekommen sind.

Ende Februar war nach Durchführung eines Vergabeverfahrens, sowie nach umfassender Prüfung der eingegangenen  Angebote der Auftrag an ein Unternehmen vergeben worden, dessen Angebot in sämtlichen geforderten Punkten überzeugen konnte. Hierzu zählte zum einen die Wirtschaftlichkeit, aber auch die Einhaltung eines von der Bezirksregierung Arnsberg vorgegeben Zeitrahmens. Der reibungslose und zügige Ablauf der Entsorgung illegaler Abfälle hat diese Entscheidung auch nachträglich bestätigt.

Seit Bekanntwerden des illegalen Lagers im September 2016 unternahm die Bezirksregierung Arnsberg eine Reihe sofortiger Sicherungsmaßnahmen, wie etwa eine regelmäßige Brand- und Sicherheitswache. Diese Sofortmaßnahmen waren nötig geworden, weil die illegalen Abfälle eines insolventen Galvanikbetriebes in einer nicht dafür vorgesehenen Halle und zugleich in nicht mehr zugelassenen Behältern gelagert wurden.

Die in Kreuztal-Eichen gelagerten Kunststoff-IBC-Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1 Kubikmeter dürfen ab Herstellungsdatum nur fünf Jahre lang für den Transport von Gefahrstoffen genutzt werden. Die illegal gelagerten Abfälle (rund 250 Kubikmeter chrom- und nickelhaltige Spülwässer sowie 20 Kubikmeter Altsäuren) befinden sich in Kunststoffbehältern, die älter als fünf Jahre sind und bei denen die Dichtigkeit somit nicht mehr garantiert werden kann.

Weil zudem der Bodenbelag der Lagerhalle unzureichend abgedichtet ist und somit bei einem Austritt der Gefahrstoffe eine Boden- und Gewässerverunreinigung nicht ausgeschlossen werden kann, muss das Lager nun zügig geräumt werden. Dafür entwickelte ein Ingenieurbüro im Auftrag und in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg ein Entsorgungskonzept, das insbesondere die Risiken bei der Entsorgung minimiert, da ein großer Teil der Behälter nicht mehr für den Transport auf der Straße zugelassen ist.

Damit diese nicht über Verkehrswege befördert werden, werden die Behälter mittels Saugtankwagen von außen über einen Bachlauf hinweg abgepumpt. Dafür werden innerhalb und außerhalb der Lagerhalle vorrübergehende Dichtflächen geschaffen. Um ein hohes Schutzniveau bei den Entsorgungsvorgängen zu gewährleisten, wird der Schlauch des Saugtankwagens noch einmal zusätzlich gesichert.

Die Kosten für die Entsorgung wurden zunächst im Rahmen der Ersatzvornahme von der Bezirksregierung Arnsberg getragen. Die Behörde prüft sämtliche rechtliche Möglichkeiten, um die entstandenen Kosten durch den Verursacher begleichen zu lassen.

erschienen am: 2017-04-18 im europaticker

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