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Illegale Entsorgung von 15 PKW-Altreifen sowie sonstigen Abfall auf dem Gelände des
städtischen Bauhofes in Braunfels
Magistrat der Stadt Braunfels will illegale Entsorgung nicht tolerieren

Am 11.04.2017 informierte der städtische Leiter des Bauhofes das Ordnungsamt über eine illegale Abfallentsorgung auf dem Gelände des Bauhofes. Die anschließende Ortsbesichtigung ergab, dass in unmittelbarer Nähe des Waschplatzes, neben abgestellten Containern, 15 alte PKW-Reifen abgelegt wurden. Unter anderem handelt es sich um Reifen folgender Hersteller: Kleber Krisalp H2, Fulda DIADEM DIRIGO und Fulda CONVEO TRAC

Auf dem Gelände befinden sich auch mehrere abgestellte Container. In einem dieser Container wurde eine größere Menge von Abfall hereingeworfen und somit illegal entsorgt.

Diese Container stehen nicht für Abfallentsorgungen zur Verfügung.

Bei der Menge des Abfalles ist zu vermuten, dass dieser von einem Transportfahrzeug an Ort und Stelle gefahren wurde. Der Abfall besteht unter anderem aus blauen Müllsäcken, Abdeckplanen aus Plastik, Gartenschläuche, Plastikeimer, Schaumstoffe, Mobiliar.

Es wird von der Stadt Braunfels drauf hingewiesen, dass die illegale Entsorgung von Altreifen sowie von Abfall genereller Art nicht rechtens ist bzw. durch die Allgemeinheit nicht toleriert werden kann.

Reifen gehören auch nicht in den Hausmüll. Da während der Herstellung Autoreifen bis zu ca. 200 verschiedene Stoffe, mitunter aber auch Schadstoffe, Verwendung finden, müssen diese als sog. Verbundabfall umweltgerecht entsorgt werden.

Für eine legale Altreifenentsorgung bieten sich verschiedene Wege an. Der einfachste ist in der Regel, die alten Reifen gleich dort zurückzugeben, wo man die neuen käuflich erwirbt. Dies geschieht üblicherweise beim Kraftfahrzeug- oder direkt beim Reifenhändler. Aber auch bei einem Altreifenhändler sowie im Abfallwirtschaftszentrum Aßlar, Am grauen Stein, 35614 Aßlar, können nicht mehr benötigte Reifen entsorgt werden.

Am 09.04.2017 informierten gleich zwei Bürger das Ordnungamt per E-Mail, dass von diesen in etwa 100 m vor dem Brunnen der Trinkwasserversorgung, in der Feld-/Waldgemarkung, Gemarkungszeichnung "Riesen", Braunfels-Altenkirchen, festgestellt wurde, dass größere Mengen von Zeitungen hinterlassen wurden.

Da es sich hierbei um eine illegale Abfallentsorgung handelt, wurde seitens des Ordnungsamtes hinsichtlich dieser Ordnungswidrigkeit ein Ermittlungsverfahren nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) gegen den bzw. die Verursacher eingeleitet.
Ordnungswidrig handelt deshalb, wer entgegen § 28 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) vorsätzlich oder fahrlässig Abfälle zur Beseitigung außerhalb einer dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlage behandelt, lagert oder ablagert. Wer Gegenstände wie z. Bsp. Hausmüll, Sperrmüll, Altreifen, Fahrzeuge, Bauschutt, Bodenaushub, Tierabfälle, pflanzliche Abfälle und anderes durch Wegwerfen, Liegenlassen, Vergraben, Wegschütten oder Verbrennen beseitigt, kann mit einer Geldbuße bis zu 100.000 EUR belangt werden.

Unter den Abfallbegriff fallen alle Gegenstände, die vom Besitzer nicht oder nicht mehr verwendet werden und deren sich der Besitzer entledigen will oder entledigen muss. Der Besitzer ist verpflichtet, diesen Abfall - soweit er nicht vermieden werden kann - einer ordnungsgemäßen Verwertung oder, wenn dies nicht möglich ist, einer ordnungsgemäßen Beseitigung zuzuführen.

Das illegale Entsorgen von Müll jeglicher Art an Straßen, Plätzen, Waldrändern, Wegen etc. ist verboten und kann mit Bußgeldern oder im Rahmen eines Strafverfahrens geahndet werden.

Wer Angaben zu dieser illegalen Entsorgung machen kann, wer Beobachtungen zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen gemacht hat, wird gebeten, sich mit dem Bürger- und Ordnungsamt in Verbindung zu setzen.

erschienen am: 2017-04-18 im europaticker

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