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Neuer Bericht zu Erdöl und Erdgas veröffentlicht
Deutschlands Erdöl- und Erdgasreserven schrumpfen weiter

Die heimischen Erdöl- und Erdgasreserven sowie die Produktion von Erdöl und Erdgas in Deutschland sind im vergangenen Jahr gesunken. Das ist das Ergebnis des aktuellen Berichts „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2017", den das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt veröffentlicht hat.

Erdöl

Die erwarteten Erdölreserven in Deutschland betrugen am Stichtag (1. Januar 2017) 31,8 Millionen Tonnen und liegen damit um 2,1 Millionen Tonnen unter denen des Vorjahres (-6,2 %). Ursache sind laut Erdölindustrie die aus den Lagerstätten entnommenen Fördermengen und der anhaltend niedrige Ölpreis.

Nach wie vor lagern die meisten der sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven in Norddeutschland. Der Anteil Schleswig-Holsteins mit seinem Feld Mittelplate stieg dabei gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % auf 50,8 %. Der Reservenanteil von Rheinland-Pfalz mit dem Feld Römerberg fiel in 2016 um 2 % auf 24,9 %. Niedersachsen mit seinen traditionellen Ölfeldern belegt mit einem Anteil von 21,1 % (-3,6 %) den dritten Platz.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 2,36 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das ist ein Förderrückgang von rund 60.000 Tonnen bzw. 2,4 % gegenüber 2015. Die heimische Förderung trug im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 2,2 % zum deutschen Erdölverbrauch bei.

Erdgas

Die heimischen Rohgasreserven betrugen am 1. Januar 2017 rund 70,1 Milliarden Kubikmeter und lagen damit um 4,3 Milliarden Kubikmeter unter denen des Vorjahres (-5,8 %). Niedersachsen ist hier mit 98,2 % der Reserven (-0,1 %) Spitzenreiter.

Insgesamt förderte die heimische Erdgasindustrie im vergangenen Jahr 8,6 Milliarden Kubikmeter Rohgas. Das entspricht einem Förderrückgang von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die stetige Abnahme der Reserven sowie der Produktion ist auf die zunehmende Erschöpfung der deutschen Lagerstätten zurückzuführen. Außerdem blieben nennenswerte Neufunde aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 produzierte Deutschland noch 9,3 Milliarden Kubikmeter, 2014 rund 10,1 Milliarden Kubikmeter und 2006 waren es mit rund 20 Milliarden Kubikmetern Rohgas noch mehr als doppelt so viel.

Etwa 8,3 % des 2016 in Deutschland verbrauchten Erdgases stammt aus heimischen Quellen. Davon wurden 94,2 % (-0,5 %) in Niedersachsen produziert.

Hintergrund „Reserven":

Bei Reserven handelt es sich um Rohstoffmengen in bekannten Lagerstätten (hier Erdöl und Erdgas), die unter den gegebenen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen gewinnbar sind.

Das LBEG erfasst jährlich die Erdöl- und Erdgasreserven der Förderfelder in der Bundesrepublik Deutschland. Die Reserven werden auf der Grundlage internationaler Standards ermittelt und beruhen auf den Meldungen der in Deutschland operierenden Erdöl- und Erdgasunternehmen.

Hintergrund „Ressourcen":

Bei Ressourcen handelt es sich um Rohstoffmengen in bekannten Lagerstätten (hier Erdöl und Erdgas), die derzeit wirtschaftlich oder technisch nicht förderbar sind.

Zum Reservenbericht

erschienen am: 2017-04-18 im europaticker

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