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"planet e." im ZDF fragt: Ist eine Welt ohne Müll möglich?
Designer baut Regale, Sessel und Tische aus weggeworfenem Mobiliar

Der Chemiker Michael Braungart ist davon überzeugt: Eine Welt ohne Müll ist möglich. Seine Vision: Alles, was wir wegwerfen, kann als Rohstoff wiederverwendet werden. Am Sonntag, 23. April 2017, 16.30 Uhr, geht im ZDF die "planet e."-Doku "Eine Welt ohne Müll" der Frage nach, wie der Einstieg in ein neues, umweltfreundliches Wirtschaftssystem ohne Müll gelingen kann. Sie zeigt innovative Vordenker, die ihre Unternehmen vollständig auf Kreislaufwirtschaft umstellen wollen, und kreative Querdenker, die gegen die Zwänge der Wegwerfgesellschaft mobilmachen.
Michael Braungart will die Wegwerfgesellschaft völlig umkrempeln und nennt seine Idee "Cradle to Cradle" – von der Wiege zur Wiege. Gemeinsam mit Unternehmen konzipiert er Produkte, die am Ende ihrer Nutzung vollständig wiederverwertet werden können. Doch können große Unternehmen wirklich auf 100-Prozent-Kreislaufwirtschaft umstellen?

Filmautorin Angela Scheele besucht einen innovativen Teppichhersteller in den Niederlanden, der die Ware nach Gebrauch zurücknimmt und recycelt. Die "planet e."-Doku zeigt außerdem eine Hightech-Anlage in Slowenien, in der Plastikabfälle aus ganz Europa gesammelt und eingeschmolzen werden. Mithilfe einer neuen Technik werden daraus synthetische Garne für die Textilindustrie produziert.

Deutschland hinke mit solchen Initiativen hinterher, sagt Braungart. "Wir perfektionieren Mülltrennung und Müllverbrennung, anstatt Anreize für die Herstellung nachhaltiger Produkte zu schaffen", meint er. Dabei könnte vor allem das ressourcenarme Deutschland wirtschaftlich davon profitieren. Oliver Schübbe will nicht warten, bis sich die Industrie umstellt: Der Designer baut Regale, Sessel und Tische aus weggeworfenem Mobiliar.
Oliver Schübbes Möbel aus Sperrmüll vom Recyclinghof. Copyright: ZDF/Steve Kfoury

erschienen am: 2017-04-19 im europaticker

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