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Oranienburg: Gemeinsame Fachtagung berät über Verringerung von Landstraßenunfällen
Unfallgefahren auf Landstraßen werden immer wieder unterschätzt

Verkehrsexperten aus Brandenburg und anderen Ländern suchen auf einer gemeinsamen Fachtagung des Innenministeriums und des Infrastrukturministeriums nach Wegen zu mehr Sicherheit auf den Landstraßen. Im Mittelpunkt stehen dabei Maßnahmen zur Verringerung von Baum- und Wildunfällen.

Innenstaatssekretärin Katrin Lange sprach am Donnerstag zum Auftakt der Fachtagung an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg von einer „erschreckenden Unfallbilanz“ auf den Landstraßen. „Keine andere Straßengattung birgt so hohe Risiken wie Landstraßen. Das Risiko, tödlich zu verunglücken, ist auf Landstraßen mehr als doppelt so hoch wie auf Innerortsstraßen. Offensichtlich werden die Gefahrenquellen auf Landstraßen aber immer wieder unterschätzt“, sagte Lange.

Sie verwies darauf, dass im vergangenen Jahr 56 Prozent der 121 Verkehrstoten in Brandenburg auf Landstraßen zu beklagen waren. 24 Prozent der tödlichen Unfälle waren Baumunfälle. Die Zahl der Wildunfälle erhöhte sich 2016 verglichen mit dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf fast 16.500.

Angesichts dieser Entwicklung sei es wichtig, eine Bilanz der bisherigen Maßnahmen zu ziehen und zusätzliche Möglichkeiten der Unfallprävention zu erörtern. „Gefordert ist aber vor allem das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen und seine Bereitschaft durch Rücksichtnahme im Straßenverkehr, einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit zu leisten“, betonte die Staatssekretärin.

Im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung werden zahlreiche Verkehrssicherheitsmaßnahmen im Land gebündelt. Anlässlich der Fachtagung sagte Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse: „Das Forum Verkehrssicherheit koordiniert die Arbeit all derer, die sich in Brandenburg für die Verkehrssicherheit einsetzen. Die Unfallkommissionen im Land kümmern sich um die Entschärfung der Unfallschwerpunkte auf den Straßen, mehrere Aktionen, Wettbewerbe und die Kampagne „Lieber sicher Lieber leben“ werben für verantwortliches Verhalten im Verkehr. Auch wenn die Unfallzahlen in den vergangenen 25 Jahren gesunken sind, sterben nach wie vor Menschen auf unseren Straßen oder werden verletzt. Deshalb werden wir auch weiterhin das Verkehrssicherheitsprogramm 2024 konsequent umsetzen.“

erschienen am: 2017-04-20 im europaticker

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