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NATÜRLICH zu Hause in Niedersachsen
Landesweit 31 Projekte im Natur- und Umweltschutz mit insgesamt über 11,8 Millionen Euro gefördert

Im Rahmen der Projektreihe „NATÜRLICH zu Hause in Niedersachsen“ hat Umweltminister Stefan Wenzel heute (Donnerstag) einen ersten Förderbescheid von über 1,2 Mio. Euro an die Samtgemeinde Bersenbrück im Landkreis Osnabrück überreicht. Mit dem Geld soll im Naherholungsgebiet Alfsee ein neues Natur- und Bildungszentrum (NuBa) entstehen, das naturverträgliche Angebote für Besucherinnen und Besucher schafft und die biologische Vielfalt der Region stärkt. „Der Alfsee ist als EU-Vogelschutzgebiet ein lebendiger Lernort mit zahlreichen Möglichkeiten zu Naturbeobachtung und damit elementarer Bestandteil von Umweltbildung“, sagte der Minister bei der Übergabe des Förderbescheids. „Eine nachhaltige Regionalentwicklung und ein umfangreiches Erholungs- und Informationsangebot ermöglichen das Miteinander von sanftem Tourismus und Naturschutz.“

Das neue Zentrum wird in einem ehemaligen Bootshaus eingerichtet. Die erforderlichen Umbaumaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung und für den Einsatz regenerativer Energien werden ebenfalls mit den Fördergeldern finanziert.

Die finanzielle Unterstützung für die Maßnahme erfolgt über die Förderrichtlinie „Landschaftswerte“, mit der in Niedersachsen aktuell 31 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 11,8 Mio. Euro gefördert werden. Mit dieser Richtlinie unterstützen die EU und das Land Niedersachsen Projekte zur Aufwertung des Kulturlandschafts- und Naturerbes, zum naturschutzgerechten Wirtschaften und zur Sicherung der Biologischen Vielfalt. Das Ziel ist die Aufwertung des Kulturlandschafts- und Naturerbes schwerpunktmäßig in den Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparken. Dazu gehören Naturlehrpfade, Themenwege und Ausstellungen.

Dazu Minister Wenzel: „Wir zeigen, dass im Natur- und Umweltschutz innovative Ideen produ¬ziert werden, die für alle Beteiligten ein Gewinn sind. Umweltbildung durch konkrete Naturerlebnisse einerseits und nachhaltiges Wirtschaften andererseits können gleichermaßen zum Wohl von Mensch und Umwelt beitragen!"

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und kann mit Mitteln des Landes aufgestockt werden. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 39,8 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Daneben sind 12,8 Millionen Euro Landesmittel vorgesehen. Insgesamt stehen 52,6 Mio Euro zur Verfügung. Die Mittel werden auf die sechs Förderjahre aufgeteilt.

Das Natur- und Bildungszentrum am Alfsee ist eines der Projekte, die ihre Anträge auf Förderung zum 30.09.2016 bei der NBank eingereicht hatten.

Die Richtlinie Landschaftswerte:

Mit der innovativen Förderrichtlinie „Landschaftswerte“ sollen positive Impulse für Maßnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz gegeben und die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum gestärkt werden.

Räumliche Schwerpunkte sind die Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke; außer-dem werden Projekte in den „Niedersächsischen Moorlandschaften“ und im Zusammenhang mit dem „Grünen Band“ unterstützt. Konkrete Vorhaben können zum Beispiel Naturbeobachtungsmöglichkeiten sein – vom Aussichtsturm bis zum Wildniscamp. Projekte zur Inklusion – z. B barrierefreie Lehrpfade – bekommen Pluspunkte. Damit leisten die „Landschaftswerte“ einen Beitrag zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Einen neuen Förderschwerpunkt bilden Projekte zum naturschutzgerechten und nachhal¬tigen Wirtschaften. Damit können z.B. Partnerbetrieben der Nationalparke, Biosphärenreservate oder Naturparke gefördert werden, oder auch Geschäftsideen für Produkte und Dienstleistungen, von denen Natur und Landschaft profitieren. So sollen auch sozio-ökonomische Effekte stärker genutzt werden. Hier bieten sich auch neue Chancen für Handwerksbetriebe, Gastronomie und andere kleinere Unternehmen.

Neuland beschreitet Niedersachsen auch mit der Förderung von Biodiversität und Grüner Infra-struktur. Im Mittelpunkt stehen dabei die Nutzung von Ökosystemdienstleistungen (wie zum Beispiel die Verbesserung der Hochwasserrückhaltung durch Renaturierung von Auenlandschaften oder die Verbesserung des Stadtklimas durch naturnahe Biotope), der Biotopverbund und die Naturschutzförderung in städtischen Bereichen.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit maximal 50 Prozent, die mit Mitteln des Landes auf maximal 65 Prozent aufgestockt werden können. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 39,8 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Daneben sind 12,8 Millionen Euro Landesmittel vorgesehen. Die Gesamtmittelausstattung von 52,6 Millionen Euro wird auf die sechs Förderjahre aufgeteilt.

erschienen am: 2017-04-20 im europaticker

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