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Zwischen Wunschvorstellung und realistischer Einschätzung herrscht hinsichtlich der Frage
nach der Kostenverteilung erhebliche Diskrepanz
Müllbeseitigung und Straßenreinigung nach Großveranstaltungen

In der März-Umfrage 2017 befasste sich das Online-Blitzlicht mit dem Thema Müllbeseitigung und Straßenreinigung nach Großveranstaltungen. Insgesamt beteiligten sich 110 Vertreter kommunalwirtschaftlicher Betriebe. Nach Meinung von 38 % der Befragten fällt während der Karnevalsveranstaltungen der meiste Müll an, gefolgt von Silvester (24 %). Dorffeste und Weihnachtsmärkte landeten mit 11 bzw. 10 % auf den Plätzen 3 und 4.

Zwischen Wunschvorstellung und realistischer Einschätzung herrscht hinsichtlich der Frage nach der Kostenverteilung erhebliche Diskrepanz. Während 82 % angaben, dass Städte und Kommunen zur Kasse gebeten würden und nur 17 % die Veranstalter in der Pflicht sahen, kehrte sich das Ergebnis bei der Beantwortung der Frage, wer die Reinigungskosten tatsächlich tragen sollte, nahezu um. Hier wollten 76 % der Umfrageteilnehmer die Veranstalter als Zahlungspflichtige sehen und lediglich 21 % die Städte und Kommunen. Mit einem Anteil von 1 bzw. 2 % blieben die Anwohner größtenteils außen vor.

Was die Schnelligkeit der Reinigungsarbeiten betrifft, zeigte sich die überwiegende Mehrheit der Befragten mit den gebotenen Leistungen zufrieden. Sehr zufrieden war mit einem Wert von 48 % fast jeder zweite Umfrageteilnehmer. 29 % waren immerhin noch eher zufrieden und 17 % gaben sich unentschlossen. Der Anteil derer, die sich eher unzufrieden (5 %) oder sehr unzufrieden ( 1%) äußerten, fiel vergleichsweise gering aus.
Ähnlich positiv geriet das Ergebnis bezüglich der Sauberkeit. Nur 2 % gaben sich eher unzufrieden und 15 % sahen sich im Zwiespalt. Die große Mehrheit zeigt sich mit der gebotenen Leistung bislang eher zufrieden (48 %) bzw. sehr zufrieden (35 %).

Für die meisten Befragten sind Pfandsysteme und Geschirrverbote am effektivsten, um Abfallmengen zu reduzieren. 64 % befürworten ein Pfandsystem auf Becher, 57 % eins für Geschirr. Ein Glasflaschenverbot belegt mit einen Anteil von 58 % Platz 2. Einwegbecherverbot (49%) und Einweggeschirrverbot (48 % folgen auf den Plätzen 4 und 5. Abfalltrennsysteme für Gastronomen (24 %) und Trennsysteme für Besucher (14 %) bilden die Schlusslichter.

Die aktuelle Umfrage finden Sie unter folgendem Link:

Blitzlicht April 2017 – Das neue Verpackungsgesetz

Quelle: kommunalwirtschaft.eu

erschienen am: 2017-04-20 im europaticker

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