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Schweiz: Strategie, Ziele und Aktionsplan Holz
Publikation: Ressourcenpolitik Holz

Die Ressourcenpolitik Holz hat zum Ziel, dass Holz aus Schweizer Wäldern nachhaltig und ressourceneffizient bereitgestellt, verarbeitet und verwertet wird. Sie leistet damit einen grossen Beitrag an die Wald-, Klima- und Energiepolitik. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat die Federführung für diese Politik inne. Sie ist mit den Partnern abgestimmt. Zur Umsetzung dient der Aktionsplan Holz mit den drei Schwerpunkten «Optimierte Kaskadennutzung», «Klimagerechtes Bauen und Sanieren» sowie «Kommunikation, Wissenstransfer und Zusammenarbeit».

Die Schweiz verfügt mit Holz über eine wichtige natürliche Ressource: Es ist ein erneuerbares, klimaneutrales Naturprodukt, das sowohl stofflich verwertbar (Bau-, Werkstoffe, Papier / Zellstoff, Chemie) als auch energetisch einsetzbar ist (Wärme, Strom, Treibstoffe). Zukünftig könnte Holz als Lieferant von Kohlenstoff für die chemische und pharmazeutische Industrie wichtiger werden.Inner- und ausserhalb der Landesgrenzen nimmt der Druck auf die natürlichen Ressourcen zu, mit steigendem Wohlstand steigt aber ebenso das Bedürfnis der Bevölkerung nach intakter Natur, nach Sicherheit und Gesundheit. Mit einer Ressourcenpolitik soll eine optimale Ressourcennutzung unterstützt werden.

Das BAFU verwendet den Begriff der Ressourcenpolitik synonym für den Begriff Umweltpolitik. Die Ressourcenpolitik Holz formuliert Leitplanken für die nachhaltige Nutzung und die effiziente Verwertung des Rohstoffs Holz. Sie berücksichtigt dabei die verschiedenen Interessen am Wald, die Ziele der Klima- und Energiepolitik sowie die Anliegen der Wirtschaft. Der Holzvorrat im Schweizer Wald steigt stetig. Gründe hierfür sind kleinstrukturierte Waldeigentumsverhältnisse, das Angebotsverhalten der Waldbesitzer, geländebedingt hohe Holzerntekosten wie auch die schwache Nachfrage nach bestimmten Sortimenten, insbesondere nach Laubstammholz. Eine Ressource optimal zu nutzen, bedeutet, ihr Potenzial auszuschöpfen. In diesem Sinne wird es als notwendig erachtet, dass sich der Bund für eine nachhaltige Nutzung und Verwertung von Schweizer Holz engagiert.

Um dieses Anliegen zielgerichtet umzusetzen, formulierte der Bund 2008 unter der Federführung des BAFU die Ressourcenpolitik Holz. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Sektoralpolitiken und der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Sie wurde 2013 und 2016 aktualisiert.Seit 2009 wird die Ressourcenpolitik Holz mit dem Aktionsplan Holz umgesetzt. Dabei steht der ökologisch und ökonomisch sinnvolle Einsatz von Holz im Vordergrund. Ressourceneffizient und volkswirtschaftlich wünschbar sind insbesondere Nutzungskaskaden, die vor einer energetischen eine stoffliche Nutzung vorsehen. Allerdings fehlen in der Schweiz einzelne Verarbeitungsbereiche für eine lückenlose Kaskade. Bei der energetischen Verwertung wird ein hoher Gesamtwirkungsgrad angestrebt.

Die gegen Ende der beiden Programmphasen (2009–2012, 2013–2016) durchgeführten Evaluationen sowie die Rückmeldungen der relevanten Akteure zeigen, dass die Ziele der Ressourcenpolitik Holz richtig gesetzt worden sind. Die Umsetzung dieser Ziele tragen zur Lösung aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen bei, namentlich der Schweizer Klima-, Energie- und Regionalpolitik. Der Aktionsplan wird mit stärker fokussierten Schwerpunkten weitere vier Jahre (2017–2020) fortgeführt.

Ressourcenpolitik Holz - Strategie, Ziele und Aktionsplan Holz (PDF, 2 MB, 20.04.2017)

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erschienen am: 2017-04-21 im europaticker

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