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Siegburg: Männerdomäne Müllabfuhr war einmal
RSAG: Zwei Frauen steuern das Schadstoffmobil

Insbesondere die männlichen Kunden staunen nicht schlecht: gleich zwei Frauen nehmen am Schadstoffmobil der RSAG ihre Farben, Lacke oder Leuchtstoffröhren entgegen. Diese Besetzung ist in der „Männerdomäne Müllabfuhr“ ungewöhnlich. Doch Kerstin Neugebauer und Alina Klein wollen jungen Mädchen Mut machen, in die Abfallwirtschaft einzusteigen: „Es gibt so viele Fleischereifachverkäuferinnen – dieser Job bringt Spaß, nette Kollegen und einen fairen Verdienst.“

Eine Damentoilette auf dem Schadstoffmobil – die RSAG hat ihre mobile Abgabestation aufgerüstet und freut sich nun über das Frauen-Duo: Kerstin Neugebauer ist Chemikantin. Als Fachkraft für TRGS nimmt sie die Schadstoffe an und sortiert sie. Für den Transport wiederum ist Alina Klein zuständig, die den LKW geschickt durch den Rhein-Sieg-Kreis lenkt.

Dieser Job bringt Vorteile
„Man muss sich bewusst sein, dass unter Männern ein rauer Ton herrscht. Dafür muss man sich morgens nicht schminken oder die Haare machen“, klärt Kerstin Neugebauer über die Vorteile eines für Frauen untypischen Jobs auf. Ebenso seien der Verdienst und die Einstellungsmöglichkeiten deutlich besser: „Zwei Mal in meiner Karriere wurde ich eingestellt, weil ich eine Frau bin.“ So hat sie ihre Ausbildung als Chemikantin nie bereut, obwohl sie vorher mit Chemie nichts am Hut hatte.

Beide Frauen fühlen sich unter ihren männlichen Kollegen „pudelwohl“. Mal kommt noch ein Spruch, aber inzwischen haben sie sich mehr als bewiesen. „Es liegt daran, wie ich mich anstelle. Ich habe zum Beispiel nie daran gezweifelt, Radlader fahren zu können“, erzählt Alina Klein. Das Team vom Schadstoffmobil sieht  nur wenige Bereiche in der täglichen Arbeit, in denen Frauen körperlich unterlegen sind. Und wenn, zieht immer noch die Wunderwaffe: mitgebrachte Schnitzelchen oder Frikadellen.

erschienen am: 2017-04-25 im europaticker

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