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Konzept der Abfallbehandlungsanlage beinhaltet eine mechanisch-biologische Behandlungsstufe
sowie zwei Müllverbrennungslinien
Steinmüller Babcock Environment baut Abfallbehandlungszentrum im Baskenland

Die Steinmüller Babcock Environment GmbH mit Sitz in Gummersbach, Deutschland, hat gemeinsam mit lokalen Partnern den Auftrag für den Bau eines Abfallbehandlungszentrums in San Sebastian, Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa im spanischen Baskenland, erhalten. Auftraggeber ist eine spanische Projektgesellschaft unter Führung von Urbaser S.A., die von dem örtlichen Abfallverwerter Gipuzkoako Hondakinen Kudeaketa SA mit der Finanzierung, dem Bau und dem anschließenden Betrieb des Abfallbehandlungszentrums beauftragt wurde. Steinmüller Babcock Environment wird als Führer des Generalunternehmerkonsortiums Planung, Design, Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme des kompletten Komplexes koordinieren und die thermische Abfallbehandlungsanlage schlüsselfertig errichten.

Das beauftragte Konzept der Abfallbehandlungsanlage beinhaltet eine mechanisch-biologische Behandlungsstufe sowie zwei Müllverbrennungslinien mit einer Kapazität von jährlich 200.000 Tonnen Siedlungsabfall. Die erzeugte Energie reicht aus, um mehr als 45.000 Haushalte mit elektrischem Strom zu versorgen. Nach Fertigstellung in 2019 gehört die Anlage zu den saubersten Abfallbehandlungsanlagen weltweit. Erreicht wird dies durch eine dreistufige Abgasreinigung. In der ersten Stufe werden Schwefeldioxid und andere saure Schadgase über ein Trockensorptionsverfahren auf Basis von Bicarbonat abgeschieden. Eine zweite Stufe eliminiert Stickoxide durch den Einsatz von SCR-Katalysatoren. Die dritte Stufe reduziert über ein kalkhydratbasiertes Sorptionsverfahren die verbliebenen sauren Schadgase sowie Dioxine und Furane auf ein Minimum.

Die mechanisch-biologische Aufbereitung und die thermische Verwertung ersetzen die Deponierung der Abfälle in der aktuell genutzten Mülldeponie Lapatx. Das Investitionsvolumen des Abfallbehandlungszentrums liegt bei 217 Mio. Euro, der Gesamtprojektwert inkl. Finanzierung und 32-jährigem Betrieb bei knapp 770 Mio. Euro.

erschienen am: 2017-05-18 im europaticker

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