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Spielerisch lernten 19 Kinder der vierten Klasse in der Dettinger Grundschule das
Umweltsiegel „Blauer Engel“ kennen
Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim will Umweltbildung in den Schulen verankern

Umweltbildung, Abfallvermeidung, die richtige Trennung von Wertstoffen und der Wiederverwertung sind wichtige Ziele, die der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in den Schulen verankern möchte. Den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen frühzeitig zu erlernen, ist in der heutigen, gerade auch vom Klimawandel immer stärker betroffenen Welt, wichtig. In der Grundschule in Dettingen sowie in der Hirscheckschule in Heidenheim-Schnaitheim hat Lothar Hänle vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb den interessierten Schülerinnen und Schüler die ökologischen Vorteile von Recyclingpapier erläutert. Ist doch Papier eng mit der Schulwelt der Kinder verknüpft. Ohne Papier ist der Schulalltag jedenfalls nicht vorstellbar. Anhand mitgebrachter Hefte, Kopierpapiere, Kuverts, Papiertüten für Bioabfälle und diversem Verpackungsmaterial wurde besprochen, wie die Kinder bewusst auf Recyclingpapier achten können. Gilt es doch, gezielt Papier aus nachhaltiger Papierwirtschaft zu bevorzugen. Das Schöne daran: Papier wird im Gegensatz zu anderen Materialien nicht aus endlichen Rohstoffen hergestellt, sondern wächst buchstäblich nach. Allerdings garantiert nur eine nachhaltige Forstwirtschaft, dass es so bleibt. Verschiedene Papiersorten wurden ausgelegt. Und auch diverse Papierschöpfungen, wie etwa die Form eines Frosches, der aus selbstgeschöpftem Papier gemacht war, konnten die Kinder betrachten, anfassen und befühlen.

Spielerisch lernten 19 Kinder der vierten Klasse in der Dettinger Grundschule das Umweltsiegel „Blauer Engel“ kennen, indem sie das Siegel selbst zeichnen durften. Auch sind die strengen Prüfkriterien des „Blauen Engels“ im Blick auf den Einsatz von umweltfreundlichen Stoffen erläutert worden. Die 19 Kinder der vierten Klasse in Heidenheim-Schnaitheim durften wiederum einen Werbeslogan kreieren, warum die Wahl von Produkten, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, vorteilhaft ist für die Menschen. Frei nach dem Motto: Gut für die Umwelt – gut für uns. Für die treffenden Slogans gab’s als Gewinn eine Vesperbox, gesponsert vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb. Auch ein Gedankenexperiment, wie wohl ein Tag ohne Papier aussehen würde, machten den Kindern viel Spaß und machte ihnen bewusst, wie Papier den Alltag und auch das Schulleben begleitet. Und dass Papier wertvoll und der Einsatz von Altpapier wichtig ist.

Gemeinsam wurde auch besprochen, warum ein hoher Papierverbrauch schlecht für die Umwelt ist. Dass für neues Papier viele Bäume gefällt werden müssen, der Transport und die Zerkleinerung und Aufbereitung des Holzes zu Papier viel Energie und Wasser verbraucht. Auch, dass wegen der weltweiten Abholzung von Wäldern die Lebensräume von Tieren und Pflanzen gefährdet werden. Und oft lange Transportwege nötig sind. Gerade die rasante Waldvernichtung auf der Südhalbkugel unserer Erde ist bestürzend. Grund hierfür ist auch die unkontrollierte Erschließung von Acker- und Weideflächen, illegalem Einschlag von Holz und Rodung, um auf diesen Flächen Plantagen von Ölpalmen oder Soja anzulegen oder eben auch Eukalyptusplantagen für die Zellstoffindustrie.

Stattdessen können für die Produktion von Papier, etwa für neue Zeitungen, Fasern aus Altpapier verwendet werden, wodurch Holz eingespart und weniger Energie verbraucht wird. Fazit: Recyclingpapiere müssen den Qualitätsvergleich mit ihren Vettern aus Zellstoff oder Holzstoff nicht scheuen. Abschließend wurde diskutiert, wie die Schüler selbst die Umweltbelastung durch weniger Papierverbrauch senken können.

erschienen am: 2017-05-18 im europaticker

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