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PSA erwirbt die alleinige Kontrolle über die Gesamtheit von Opel
Kommission genehmigt Übernahme von Opel durch Peugeot

Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Opel durch Peugeot auf der Grundlage der Fusionskontrollverordnung ohne Auflagen genehmigt. Nach eingehender Prüfung stellt die Kommission fest, dass das Vorhaben auf den betroffenen Märkten keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfen würde. Gegenstand des Vorhabens ist die Übernahme der mit Opel verbundenen Vermögenswerte und Beteiligungen durch die Peugeot S.A. („PSA“). Damit erwirbt PSA die alleinige Kontrolle über die Gesamtheit von Opel.

Untersuchung der Kommission

Da sowohl PSA als auch Opel in der Herstellung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen tätig sind, hat die Kommission die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf die Automobilmärkte sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene geprüft.

Darüber hinaus hat die Kommission die Tätigkeiten der Unternehmen geprüft, die sich im Bereich des Groß- und Einzelhandels mit Pkw und leichten Nutzfahrzeugen überschneiden.

Die Untersuchung der Kommission ergab Folgendes:

Daher zog die Kommission den Schluss, dass das Vorhaben auf den fraglichen Märkten keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfen würde.

Unternehmen und Produkte

Das Unternehmen Peugeot S.A. produziert und vertreibt weltweit Pkw und leichte Nutzfahrzeuge unter den Marken Peugeot, Citroën und DS.

Das Unternehmen Opel, das derzeit von der General Motors Company kontrolliert wird, vereint das europäische Automobilgeschäft von General Motors unter den Marken Opel und Vauxhall. Opel produziert und vertreibt Pkw und leichte Nutzfahrzeuge.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Am 30. Mai 2017 wurde das Vorhaben bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Eine nichtvertrauliche Fassung des heutigen Beschlusses wird unter der Nummer der Wettbewerbssache M.8449 im öffentlich zugänglichen Register auf der Website der GD Wettbewerb veröffentlicht.

erschienen am: 2017-07-06 im europaticker

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