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Vorzeigeprogramm der Internationalen Arbeitsorganisation wird in Zusammenarbeit mit der
Internationalen Finanzkorporation durchgeführt
Schweizer Engagement für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft SECO teilte heute mit, dass es das "Better Work"-Programm in den kommenden vier Jahren weiterhin unterstützen wird. Dieses Vorzeigeprogramm der Internationalen Arbeitsorganisation wird in Zusammenarbeit mit der Internationalen Finanzkorporation durchgeführt. Dank des Programms können weltweit Millionen Menschen in der Bekleidungsindustrie von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, höherer Wettbewerbsfähigkeit und inklusivem wirtschaftlichem Wachstums profitieren und so der Armut entgehen. In diesem Sektor arbeiten in den Entwicklungsländern etwa 60 Millionen Menschen, 80 Prozent davon sind Frauen.

Die Bekanntmachung erfolgte am ersten Tag der «Aid for Trade»-Konferenz der Welthandelsorganisation, die vom 11. bis 13. Juli in Genf stattfindet. Das SECO wird das "Better Work"-Programm in Asien – insbesondere in den Partnerländern Indonesien und Vietnam – zwischen 2017 und 2021 mit einem Beitrag von 12 Millionen Franken (12’470.000 USD) unterstützen. So sollen noch mehr Menschen in der ganzen Lieferkette der Bekleidungsindustrie erreicht werden. Mit der weiteren Unterstützung bekräftigt die Schweiz ihr Engagement für die Stärkung des internationalen Handels und der Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig werden mehr und bessere Arbeitsplätze geschaffen, was wiederum die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den unterstützten Ländern fördert.

Seit 2009 ist die Schweiz ein Hauptsponsor von "Better Work". Das Programm erreicht 1450 Bekleidungs- und Schuhproduzenten und 1,9 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter auf vier Kontinenten.

Die kürzlich erstellte unabhängige Wirkungsanalyse von "Better Work" zeigt auf, wie das Programm Arbeitsbedingungen verbessert, Produktionskapazitäten gesteigert und die Lebensumstände der Arbeiterinnen und Arbeiter und ihrer Familien gefördert hat. Der Bericht zeigt zum Beispiel auf, dass am Programm teilnehmende Fabriken eine um bis zu 25 Prozent höhere Rentabilität erzielten. Er hat ausserdem bestätigt, dass "Better Work" einen beachtlichen positiven Einfluss auf Arbeitsbedingungen hat, beispielsweise auf den Umgang mit den Arbeiterinnen und Arbeitern, den Wochengehalt, die Verträge oder die Arbeitszeit. Gemäss der Analyse hat "Better Work" auch zur Reduktion des Lohngefälles zwischen den Geschlechtern um bis zu 17 Prozent beigetragen. Sie zeigte weiter, dass die Ermächtigung von Frauen bessere Arbeitsbedingungen und höhere Produktivität für die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie bessere Gesundheit und Bildung für deren Kinder ermöglicht.

«Heute diskutieren Delegierte aus der ganzen Welt, wie der Handel die Erreichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung Agenda unterstützen kann. "Better Work" ist ein konkretes und erfolgreiches Beispiel dafür, was bessere Geschäftspraktiken bewirken können: würdige Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung der Geschlechter und damit bessere Lebensbedingungen für Millionen von Menschen», sagte Raymund Furrer, Leiter wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit im SECO.

«Das Engagement der Schweiz mit "Better Work" wird helfen, unseren Einfluss zu vergrössern», sagte Dan Rees, Programmdirektor bei der Internationalen Arbeitsorganisation. «Wir werden bestehende und neue Partnerschaften dazu nutzen, zehn Mal mehr Arbeiterinnen und Arbeiter zu erreichen als bisher, die Geschäftspraktiken in der internationalen Bekleidungsindustrie zu beeinflussen und unsere Daten und Erfahrung in die globale Diskussion über menschenwürdige Arbeit einbringen», fügte er hinzu.

Die Schweiz sowie Australien, die Niederlande und die Vereinigten Staaten von Amerika sind wichtige Partner von "Better Work". Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von internationalen Bekleidungsmarken, der Wissenschaft, Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen beraten sie das Programm in strategischen Fragen.

erschienen am: 2017-07-11 im europaticker

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