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Erdbebentätigkeit kann länger andauern – keine stärkeren Erschütterungen zu erwarten
Schwarmbeben im tschechischen Vogtland auch im bayerischen Fichtelgebirge spürbar

Das Vogtland ist seit langem bekannt für seine periodisch auftretende Schwarmbebenaktivität. Die heute registrierten Beben nahe der sächsischen-tschechischen Grenze sind auch auf bayerischer Seite von zahlreichen Menschen gespürt worden. Dies gab der Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt, Roland Eichhorn, bekannt. Eichhorn: „Der Großraum um den Egergraben ist seit 150 Jahren für immer wieder auftretende Erdbeben bekannt. Die sogenannten Schwarmbeben laufen glücklicherweise meist glimpflich ab.“ Das bislang stärkste Ereignis wurde vom Erdbebendienst Bayern mit einer Magnitude von 3.0 festgelegt. Bis zum Nachmittag gingen insgesamt 19 Meldungen von Anwohnern ein, die das Beben verspürt haben. Aufgrund der Erfahrungen bei vergangenen Erdbeben im Bereich des Egergrabens auf tschechischer Seite kann diese natürliche Erdbebentätigkeit noch mehrere Tage bis Wochen mit gleicher Intensität weiter gehen.

Stärkere Erschütterungen sind bei Schwarmbeben äußerst unwahrscheinlich. Die Vielzahl an kleinen Erdstößen trägt dazu bei, dass das keine schlimmeren Schäden auftreten. Die Erdkruste reißt seit Jahrmillionen in diesem Gebiet auseinander und formte den Egergraben. Die dabei aneinander gleitenden Krustenschollen verhaken sich nicht so stark, dass sich die Spannung in einem großen Beben schlagartig auf einmal entlädt; vielmehr gleiten die Krustenschollen wie Reibeisen aneinander vorbei und verursachen viele schwächere Erschütterungen.

Im Bereich des Egergrabens befindet sich ein dichtes Beobachtungsnetz aus Erdbebenstationen. Der Bayerische Erdbebendienst ist ein gemeinsames Vorhaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und dem Geophysikalischem Observatorium der LMU München.

Personen, die ein Beben gefühlt haben, werden gebeten ihre Beobachtungen einzutragen unter https://www.erdbeben-in-bayern.de/.

erschienen am: 2017-07-11 im europaticker

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