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Ab dieser Woche wird der Strand mit 600.000 Kubikmeter Sand verstärkt
Langeoog: Größte Strandaufspülung vor dem Pirolatal beginnt

Noch in der dieser Woche beginnt im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) die Aufspülung des Strandes vor dem Pirolatal auf Langeoog. „Der dortige Strand ist zu niedrig und zu schmal. Ohne die Aufspülung könnten schwere Sturmfluten in diesem Bereich erhebliche Dünenabbrüche verursachen welche die Insel gefährden. Es handelt sich um die größte Strandaufspülung, die in den letzten Jahren auf den Ostfriesischen Inseln durchgeführt worden ist." verdeutlichte Frank Thorenz, Leiter der NLWKLN-Betriebsstelle Norden-Norderney die Bedeutung der Maßnahme.

Insgesamt werden auf einer Länge von circa zwei Kilometern 600.000 Kubikmeter Sand aufgespült, um die derzeit nicht ausreichende natürliche Sandversorgung des Strandabschnittes vor dem Pirolatal auszugleichen und einen wirkungsvollen und naturnahen Küstenschutz herzustellen. Das Material dafür wird mit Hilfe von Laderaumsaugbaggern der dänischen Firma Rohde/Nielsen aus Kopenhagen vor dem Flinthörn an der Ostseite des Seegatts Accumer Ee entnommen. Der Sand wird aufgesaugt und über das Fahrwasser des Riffbogens zu einem Koppelpunkt nördlich des Pirolatals transportiert. Dort koppeln die Schiffe an eine Rohrleitung an und spülen den Sand über eine auf dem Meeresgrund liegende Rohrleitung auf den Strand. „Wir leiten den Sand quasi von einer gut versorgten Stelle zum Mangelbereich vor dem Priolatal um", erläuterte der Küstenschutzexperte.

„Die insgesamt ca. 1,5 Kilometer lange Rohrleitung (Dükerleitung), die vom Strand des Pirolatal zur Koppelstelle reicht, wurde in einer Länge von Sylt nach Langeoog mit Hilfe von zwei Schleppern transportiert und in der letzten Woche am Meeresgrund vom Strand aus in Richtung Tiefwasser zum Koppelpunkt abgesenkt. Die Baugeräte aufder Insel stehen bereit, so dass der Spülbetrieb noch in dieser Woche beginnen kann. Es werden mehrere Laderaumsaugbagger zum Einsatz kommen." erläutert Projektleiter Theo van Hoorn. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass keine lange Spülleitung vom Westen quer über den Strand gelegt werden muss, wie noch bei der letzten Aufspülung erforderlich.

Im Bereich der Spülarbeiten bittet der NLWKN aus Sicherheitsgründen Abstand zu halten und diesen Strandabschnitt zu meiden.

Der Abschluss der Strandaufspülung ist für September vorgesehen, um rechtzeitig vor der Sturmflutsaison fertig zu sein.

Die Gesamtkosten beziffert der NLWKN auf rund sechs Millionen Euro, die aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und der Länder zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes stammen. Es handelt es sich hier um die größte Küstenschutzmaßnahme auf den Ostfriesischen Inseln in diesem Jahr.

Langeoog ist die einzige ostfriesische Insel, die seeseitig nur durch Schutzdünen und nicht auch durch massive Deckwerke und Buhnen geschützt wird. Die Dünen vor dem Pirolatal sind ein wichtiger Abschnitt der Küstenschutzanlagen auf Langeoog, die aus insgesamt 20 Kilometern Dünenkette und einer Deichstrecke von sechs Kilometern bestehen. Für den Küstenschutz ist das Land Niedersachsen zuständig.

Zur Information der Insulaner und der Inselgäste stellt der NLWKN große Informationstafeln auf. Zusätzlich wird eine Informationsbroschüre zu der Maßnahme herausgegeben, die an verschiedenen Stellen und auch in der nebenswtehenden Infospalte erhältlich ist.

erschienen am: 2017-07-12 im europaticker

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