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Absolvent der FH Münster schließt erste Promotion im RessourcenKolleg.NRW ab
In Echtzeit prüfen, wie Abfälle sich als Brennstoff eignen

Abfälle haben nicht nur ein enormes Recyclingpotenzial, sondern eignen sich durch ihre heizwertreichen Anteile auch als Ersatzbrennstoffe für die Industrie. Für deren Nutzung gelten jedoch hohe Qualitätskriterien, die bislang meist durch langwierige Laboranalysen geprüft werden. Wie sich Abfallströme bereits während des Aufbereitungsprozesses, also in Echtzeit, auf ihre brennstoffrelevanten Eigenschaften hin bewerten lassen, hat Peter Krämer in seiner Dissertation über „Nahinfrarotgestützte Echtzeitanalytik von Ersatzbrennstoffen – Ermittlung stoffgruppenspezifischer Grundlagendaten und Durchführung einer Systemanalyse“ untersucht. Mit Auszeichnung hat Krämer nun seine Promotion im RessourcenKolleg.NRW, einem vom Land NRW geförderten Forschungsverbund der FH Münster und der RWTH Aachen, abgeschlossen.

„Die Ergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung bei der Nutzung von Abfällen als Energieträger in Produktionsprozessen“, sagt Prof. Dr. Sabine Flamme vom Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster. Gemeinsam mit ihrem Aachener Kollegen Prof. Dr. Thomas Pretz hatte sie die Promotion betreut. „Die konstruktive Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Aachen bietet eine gute Basis für eine langfristige, gleichberechtigte wissenschaftliche Zusammenarbeit“, ist sich Flamme als verantwortliche Koordinatorin des Kollegs sicher.

Mittlerweile arbeitet Krämer als Umweltschutzbeauftragter in einem Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie.

Zum Thema:
Peter Krämer ist einer von acht Promovenden im RessourcenKolleg.NRW, einem vom Land NRW geförderten Forschungsverbund der FH Münster und der RWTH Aachen. Alle acht – jeweils vier von jeder Hochschule – werden von je einem Münsteraner und einem Aachener Professor kooperativ betreut. Sie erforschen in den Fachgebieten Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Verfahrenstechnik und Metallurgie Detailfragen der Reststoffverwertung und Rohstoffrückgewinnung aus unterschiedlichen Abfallströmen. Die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen wird bereits seit Ende 2016 im Folgeprojekt VerbundNRW fortgesetzt.

erschienen am: 2017-07-14 im europaticker

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