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Eingeatmeter Asbeststaub kann Krebs und Asbestose (Vernarbung des Lungengewebes) hervorrufen
Bad Bentheim - Illegale Entsorgung von Eternitplatten

Unbekannte Täter haben in den letzten Monaten an der Gronauer Straße/ L 42 im Waldgebiet Großes Flöß illegal Eternitplatten entsorgt. Aufgrund der Menge geht die Polizei davon aus, dass ein Lkw dazu benutzt wurde, um den Abfall in unmittelbarer Nähe zur Grenze zu entsorgen.

Entdeckt wurden die Eternitplatten am Donnerstag. Die Tat selber kann aber schon Monate zurückliegen.

Eternit ist der bekannteste Markenname für durch Asbestbelastungen gesundheitsgefährdende Faserzementprodukte (z. B. Fassadenplatten, Wellplatten zur Dachdeckung, Rohre, Blumenkästen etc.). Unter dem Namen Eternit werden Faserzementprodukte heute asbestfrei hergestellt.

Eingeatmeter Asbeststaub kann Krebs und Asbestose (Vernarbung des Lungengewebes) hervorrufen. Dies ist seit den 1930er Jahren bekannt und Asbestose seit 1934 als Berufskrankheit anerkannt. Die Gefährlichkeit von Asbest hängt u. a. von Gestalt und Größe der Fasern sowie deren Biobeständigkeit ab. Diese Faktoren sind wiederum von der Art des Asbests, der Kristall- sowie der Faserstruktur ab. Neben den auch von Eternit hergestellten Faserzementprodukten (Fassadenplatten, Wellplatten zur Dachdeckung, Rohre und Blumenkästen) ist Asbest in privaten Haushalten auch in Fensterbänken, Wärmedämmungen, Elektrogeräten (Haartrockner, Toaster, Elektrospeicherheizgeräte etc.), Heizkörperverkleidungen, Dichtungsschnüren (von Öfen, Kaminen oder Herden), Bremsbelägen (Autos, Aufzüge etc.), Leichtbauplatten aus der ehemaligen DDR (z. B. in Bädern verwendet) oder Kunststoff-Bodenbelägen mit spezieller Faserverstärkung (sog. Floor-Flex- oder Chushion-Vinyl-Beläge).

Fest gebundene Asbestprodukte (z. B. Asbestzement) setzen Fasern innerhalb des Verwitterungsprozesses und bei Auflösung der Bindung frei. Schwach gebundene Asbestprodukte (z. B. Pappen, Schnüre, Leichtbauplatten etc.) geben Asbestfasern ständig ab. Die Bindung von Asbest kann beim Ausbau (z. B. Sanierung) zerstört und Fasern dadurch freigesetzt werden. Auch Bohren, Bürsten, Brechen, Sägen oder andere mechanische Bearbeitungsformen setzen Asbestfasern frei und können zu massiven Gesundheitsgefahren führen. Menschen, die in den 1960er und 1970er Jahren den Asbestfasern ausgesetzt waren, bilden erst 40 bis 50 Jahre später in größerer Zahl Krebs aus. Vom Einatmen der Faser bis zur Krebserkrankung vergehen zwischen 10 und 60 Jahren.

Zeugen werden gebeten, er sich bei der Polizei in Bad Bentheim unter der Telefonnummer (05922) 9800 Uhr zu melden.

erschienen am: 2017-07-15 im europaticker

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