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BBU unterstützt Proteste in Schwieberdingen und Lauffen
Proteste zum Umgang mit Atommüll in Baden-Württemberg

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) begrüßt die Diskussion über den Verbleib des sogenannten „freigemessenen“ Atommülls, die aktuell in Baden- Württemberg geführt wird, und ruft unterstützend zur Teilnahme an einer Demonstration auf, die Montag (17. Juli 2017) in Schwieberdingen (Landkreis Ludwigsburg) stattfinden wird.

Die Auftaktkundgebung beginnt um 17 Uhr am Bahnhof von Schwieberdingen, danach führt ein Demonstrationszug zur Abschlusskundgebung vor das Rathaus. Veranstalter der Protestaktion ist die „Interessengemeinschaft Deponien Schwieberdingen-Horrheim“. Bei den Kundgebungen kommt auch BBU-Vorstandsmitglied Gertrud Patan zu Wort; dabei wird sie auch im Namen der Initiative AtomErbe Obrigheim und der Initiative AtomErbe Neckarwestheim sprechen. Außerdem ruft der BBU erneut zu Protesten gegen einen drohenden 2. Atommüll-Transport auf dem Neckar auf.

Deponierung „freigemessenen“ Atommülls verhindern!

Die Protestaktion in Schwieberdingen findet wenige Tage vor einer wichtigen Kreistagssitzung im Landratsamt Ludwigsburg statt. Bei der Sitzung am 21. Juli 2017 (14.30 Uhr) soll über die Einlagerung „freigemessenen“ Mülls aus Atomkraftwerken in den örtlichen Deponien beraten und abgestimmt werden. Die Interessengemeinschaft lehnt die Einlagerung des „freigemessenen“ AKW-Mülls ab und ihre ablehnende Haltung wird vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz unterstützt.

Der BBU verfolgt die Freigabe von radioaktiv belastetem Abfall aus Atomanlagen seit längerem und lehnt sie, wie auch der Deutsche Ärztetag, ab. Erst kürzlich hat sich der überregional aktive Verband im Rahmen seiner Mitgliederversammlung erneut intensiv mit dem Thema „Freimessung“ befasst. BBU-Vorstandsmitglied Gertrud Patan erläuterte bei der Mitgliederversammlung die Bedeutung und Hintergründe der Freigabe nach § 29 Strahlenschutzverordnung und die darauf basierende Praxis der "Freimessung" von Atommüll. Sie wies auf die zu erwartenden hohen Müll-Mengen aus dem Abbau der Atomanlagen und die damit zusammenhängenden Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung hin, wobei auch die bereits bisher freigegebenen Mengen zu berücksichtigen seien.

Der BBU hatte schon früher die Freigabe von nuklearem Abfall – das heißt die Verteilung dieses Abfalls in die Umwelt - abgelehnt und hat dies nochmals bei seiner Mitgliederversammlung bekräftigt. Als Alternative wird eine möglichst sichere Aufbewahrung am Standort der jeweiligen Atomanlage gefordert.

Der BBU hofft, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Demonstration am Montag in Schwieberdingen sowie am Freitag an der Kreistagssitzung beteiligen werden.

Weitere Informationen der Interessengemeinschaft: http://www.froschgraben-freigemessen.de/

erschienen am: 2017-07-16 im europaticker

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