europaticker:
Naturwacht an weltweiter Aktion der International Ranger Federation beteiligt
World Ranger Day in Brandenburg

Ranger gibt es weltweit und seit 26 Jahren auch in Brandenburg. Alle haben die gemeinsame Aufgabe, Naturschätze zu bewahren und sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Ihre Anforderungen und Arbeitsbedingungen sind jedoch von Region zu Region sehr unterschiedlich. In manchen Ländern und Regionen riskieren hauptamtliche Naturschützer sogar ihr Leben. Daran erinnert jedes Jahr am 31. Juli der World Ranger Day. Brandenburgs Naturwacht beteiligt sich heute an der weltweiten Fotoaktion der International Ranger Federation (IRF).

Mit der Teilnahme an der Fotoaktion zeigten sich Brandenburgs Naturwächter solidarisch mit den Rangern weltweit. Über die sozialen Medien senden heute, am 31. Juli, Tausende Ranger und deren Unterstützer Bilder von sich und einem Aktionsposter mit der Aufschrift „I STAND WITH THE WORLD’S RANGERS“.

Schätzungen der International Ranger Federation zufolge engagieren sich zwischen 300.000 und 500.000 Ranger weltweit für einen nachhaltigen Naturschutz. Sie bemühen sich um einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen des Naturschutzes und den Ansprüchen anderer Interessengruppen und bieten Umweltbildungsmaßnahmen an. Mancherorts sind sie selbst Gefahren ausgesetzt, zum Beispiel durch Wilderer.

In den vergangenen 12 Monaten registrierte die Internationale Ranger-Vereinigung insgesamt 102 Todesfälle. Fast jeder zweite Ranger starb durch die Hand von Wilderern, andere durch zum Teil tragische Arbeitsunfälle. Beinahe alle Todesfälle wurden in Afrika und Asien, einige wenige auch in Nordamerika und Europa verzeichnet.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg beteiligen sich zum wiederholten Male an den Aktionen der IRF zum World Ranger Day. In mehreren Großschutzgebieten des Landes bieten sie eigens Führungen an. Sie machen dabei auf die Situation der Ranger weltweit aufmerksam und sammeln Spenden für die „Thin Green Line Foundation“. Diese Stiftung der IRF unterstützt mittellose Familien getöteter oder ums Leben gekommener Ranger. Zudem fördert sie deren Ausbildung und Ausrüstung in armen Ländern.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 26 Jahren in 15 Großschutzgebieten erfolgreich als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – erfassen sie Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Zudem setzen sie zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg.

Die aktuell 92 Ranger in Brandenburg sind wichtige Ansprechpartner für Anwohner und Touristen in den Nationalen Naturlandschaften – einem Nationalpark, drei Biosphärenreservaten und elf Naturparken. Sie begleiten jährlich rund 12.000 Gäste auf mehr als 550 geführten Touren und stärken damit den Naturtourismus. Im Rahmen ihrer Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen, den Junior Rangern, weckt die Naturwacht Interesse für Natur- und Umweltschutz bei der jungen Generation. Auch am Ganztagsschulangebot des Landes beteiligen sie sich. Mehr als 300 Freiwillige unterstützen Brandenburgs Ranger bei ihren Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.

Der weltweit erste Ranger war übrigens der Amerikaner Harry Yount. Er nahm seinen Dienst im Jahre 1880 im Yellowstone National Park auf. Dieses Gebiet wurde acht Jahre zuvor als erster Nationalpark in den USA ausgewiesen. Seither ist die gesellschaftliche Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, deutlich gewachsen. Mehr Informationen unter: www.naturwacht.de

erschienen am: 2017-07-31 im europaticker

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