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Parkhaus Mitte: Staatsrätin Gabriele Friderich stellt sich vor Brepark-Chefin
Bremen: Zoff um Innenstadtgestaltung

Mit scharfen Worten hat Gabriele Friderich, Staatsrätin für Bau und Verkehr sowie Aufsichtsratschefin der Brepark, auf Vorwürfe des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Heiko Strohmann reagiert. Dieser hatte der Brepark-Chefin Erika Becker vorgeworfen, "für die Innenstadt ein Bremsklotz" zu sein. Hintergrund sind die Planungen der Brepark zum Ausbau der Lloydpassage, die gestoppt wurden, nachdem die Pläne des Bauunternehmers Kurt Zech bekannt wurden, die Bremer Innenstadt umgestalten und das Parkhaus Mitte abreißen zu wollen.

Strohmann: „Private Impulse ersetzen rot-grüne Tatenlosigkeit“
Abrisspläne für Parkhaus Mitte für die Innenstadtentwicklung nutzen

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion begrüßt die Pläne von Kurz Zech, das Parkhaus Mitte zu kaufen, abzureißen um neue moderne Verkaufsflächen und Laufwege in der Bremer Innenstadt zu schaffen. „Dieser Vorschlag stellt einen wichtigen Impuls für eine zukunftsfähige Entwicklung der Innenstadt da, um diese modern und attraktiv zu gestalten.

An diesem Projekt sieht man aber auch, dass die Tatenlosigkeit des Senats von Rot-Grün selbstgemacht ist und nicht den Potenzialen der Innenstadt entsprechen. Dieser Impuls entspricht auch den Vorschlägen der CDU-Fraktion aus unserem Innenstadtkonzept von 2012 und zeigt die Richtigkeit  unseren Grundsatzgedankens “, erklärt Heiko Strohmann, Abgeordneter und Mitglied der Baudeputation. „Jetzt gilt es diesen privaten Impuls für die Umgestaltung der Bremer City zu nutzen und die Entwicklung ganzheitlich anzugehen. Der Senat ist nun aufgefordert diese Pläne konstruktiv zu begleiten und nicht in ressortpolitisches Kleinklein zu verfallen“, so Strohmann.

Ein stimmiges Gesamtkonzept für die Innenstadtentwicklung bleibt der Senat seit Jahren schuldig. Zusätzlich nimmt sich Bremen durch die geplante Veräußerung des Lloydhofs jeglichen Gestaltungseinfluss. „Neue Impulse und Vorschläge kommen da von privaten Investoren und ersetzen den rot-grünen Stillstand. Von Privaten initiierte Projekte, wie der Jacobshof, die Umgestaltung des Sparkassenareals, die Aufwertung des Domshofs oder jetzt das Parkhaus Mitte, sind zu begrüßen und müssen unterstützt werden“, erklärt Strohmann. Es sei Aufgabe des Senats, eine inhaltliche Klammer um die einzelnen Projekte zu bilden, denn nur so lasse sich die Bremer Innenstadt ganzheitlich entwickeln.

Die Umgestaltung des Areals rund um das Parkhaus Mitte soll der Senat als Startschuss verstehen und sein Innenstadtkonzept überarbeiten. „Priorität hat für uns die Entwicklung der Achse Parkhaus Mitte – Am Brill unter Einbeziehung des Sparkassengebäudes. Diese Chance muss genutzt und darf vom Senat nicht verschlafen werden“, so Strohmann abschließend.

Parkhaus Mitte: Staatsrätin Gabriele Friderich stellt sich vor Brepark-Chefin

"Wenn die CDU so fortschrittlich ist, wie sie immer tut, frage ich mich, warum drei CDU-Bausenatoren in der Zeit der großen Koalition das Parkhaus Mitte nicht abgerissen haben. Das dann auch noch der Geschäftsführerin der Brepark vorzuwerfen, ist ein Armutszeugnis. Frau Becker leistet wertvolle und ausgesprochen innovative Arbeit im hohen Interesse Bremens. Dass wir jetzt die Möglichkeit haben, über einen Abriss des Parkhauses Mitte mit allen Vorteilen für die Bremer Innenstadt nachzudenken, liegt einzig daran, dass Bewegung in die Haltung der umliegenden Immobilienbesitzer gekommen ist."

Hochgradig verwundert zeigte sich Staatsrätin Friderich über die Äußerungen der CDU, auf dem frei werdenden Areal der Sparkasse im großen Stil Parkplätze zu schaffen. "Das hat nichts mit attraktiver Verkehrspolitik der Zukunft zu tun. Das ist schlicht rückwärtsgewandte und autozentrierte Politik aus dem vergangenen Jahrtausend", so Friderich. "Ich habe Herrn Strohmann bisher als fortschrittlichen Begleiter unserer Verkehrspolitik erlebt, der sich als Mitglied der Verkehrsdeputation immer wieder für die Stärkung des Umweltverbundes stark gemacht hat. Es wäre schade, wenn er seinen Kurs jetzt plötzlich so radikal ändert, wo wir endlich die Chance haben, die Bremer Innenstadt gewaltig nach vorne zu bringen."

erschienen am: 2017-07-31 im europaticker

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