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Mehr als 1.500 Überschreitungstage an Österreichs Feinstaubmessstellen hat das
Umweltbundesamt im 1. Halbjahr registriert
Gas hilft gegen Feinstaubrekorde

Diese alarmierenden Zahlen übertreffen die Messungen vergangener Jahre deutlich. Um neue Feinstaubrekorde zu vermeiden, empfiehlt der Fachverband der Gas- und Wärmeversorger den Ausbau von Gasheizungen und der Biomethanproduktion sowie mehr Anreize zum Kauf von Erdgasautos.

Bis zum 31. Juni 2017 hat das Umweltbundesamt an den 112 Feinstaubmessstellen in Österreich an insgesamt rund 1.570 Messpunkttagen Überschreitungen von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt. Ein Feinstaubtag entspricht einer Überschreitung an einer Messstelle. 1.570 Überschreitungstage sind fast doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2016 (843 Tage), 70 Prozent mehr Überschreitungen als im gesamten Jahr 2015 (906 Tage) und etwa 50 Prozent mehr als 2014 (damals waren es 1.042 Überschreitungstage). Die meisten Feinstaub-Überschreitungen wurden auch heuer wieder im Großraum Graz und südlich der Landeshauptstadt in Leibnitz gemessen: Spitzenreiter ist aktuell die Messstelle Graz Don Bosco mit 34 Überschreitungstagen, gefolgt von Graz Süd Tiergartenweg und Graz Mitte Gries. An je zwei Messstellen in Oberösterreich und Kärnten sowie an je einem Messpunkt im Burgenland, Kärnten, Niederösterreich und in Wien wurden im ersten Halbjahr zwischen 20 und 25 Überschreitungstage festgestellt.

Gaswirtschaft steuert dagegen DI Peter Weinelt, Obmann des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen, hat ein Rezept gegen die hohe Feinstaubbelastung: „Den Brennstoff Gas in Form von Biogas und dem reinen Naturprodukt Erdgas. Sie eignen sich hervorragend zum Heizen oder zum Autofahren. So können die Österreicherinnen und Österreicher einen sinnvollen Beitrag zur Verringerung von Klimagasen und Feinstaub leisten."

Empfehlungen, um die Luftqualität zu verbessern Für den Fachverband zeigen die diesjährigen Feinstaubwerte, dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um die Luftqualität in Österreich zu verbessern: •    Etwa das vermehrte Anbinden von Kommunen und Haushalten an das öffentliche Gas- und Fernwärmenetz, •    das Ersetzen alter Heizungsanlagen durch neue, emissionsarme Heizungen und •    lenkende Maßnahmen beim Individualverkehr, um künftig mehr Erdgasfahrzeuge im Mobilitätsmix zu haben. Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands: „Erdgasfahrzeuge verringern die negativen Auswirkungen steigender Verkehrsbelastung deutlich.“ Autofahrer sparen nicht nur erhebliche Kosten beim Tanken, sondern sie helfen mit Erdgasfahrzeugen, die Luftqualität in Ballungsräumen wie Graz oder Linz nachhaltig zu verbessern.

Ursachen für Feinstaub Neben Industrie und Landwirtschaft zählen Kleinverbrauch und Individualverkehr zu den Hautverursachern von Feinstaub. Verbrennungsprozesse, etwa von Festbrennstoffen in Öfen und Heizung oder von Diesel in Motoren, erzeugen Feinstaub. Durch das Verheizen von Holz und Holzprodukten, Abfällen wie etwa feuchte Brennstoffe, Kunststoffverpackungen oder alte Möbel entsteht eine enorme Feinstaubbelastung und somit ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Kleinstpartikel gelangen über die Luft in unsere Atemwege. Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen bis hin zu vorzeitigen Todesfällen können die Folge von hoher Feinstaubbelastung sein. Vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen ist Feinstaub sehr gefährlich. Bei Kindern kann das Lungenwachstum beeinträchtigt werden, die Folgen sind sehr oft Langzeitschäden. Mit dem weiteren Ausbau von Gas und Biomethan als saubere Energieträger in der Industrie und im Alltag würde die Feinstaubbelastung deutlich abnehmen und so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit aller leisten.

Über Erdgas Erdgas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Erdgas verbrennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der emissionsärmste fossile Energieträger. Er eignet sich hervorragend als Ersatz für Energieträger wie Holz, Holzabfälle, Erdöl oder Kohle, die höhere Umweltbelastungen verursachen.

erschienen am: 2017-08-01 im europaticker

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