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Keine neue Befunde, sondern um "erwartete verfahrensbedingte Messabweichungen".
Neue Befunde in belgischen AKW

Ultraschallanzeigen im Grundmaterial des Reaktordruckbehälters der belgischen Atommeiler Doel 3 und Tihange 2 sind Gegenstand einer Antwort der Bundesregierung (18/13125) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/13042). Das Atomkraftwerk Tihange ist nicht einmal 60 km und das Atomkraftwerk Doel nur rund 115 km von der deutsch-belgischen Grenze entfernt. Für das Rheinland und insbesondere für die grenznahe StädteRegion Aachen besteht deswegen ein starkes öffentliches Interesse an den Atommeilern. Im Sommer 2012 wurden in Doel 3 und Tihange 2 mehrere tausend Ultraschallanzeigen im Grundmaterial der geschmiedeten Reaktordruckbehälter (RDB) festgestellt.

Der RDB ist das Herzstück des Reaktors. In dem Behälter befinden sich die Brennelemente, dort entsteht die nukleare Kettenreaktion. Er ist eine von mehreren Barrieren, die das Austreten radioaktiver Stoffe verhindern sollen. Beide Atommeiler sind weiterhin in Betrieb. Noch im Mai dieses Jahres gab die FANC nach weiteren Untersuchungen in den Jahren 2016/2017 bekannt, es gebe keine Veränderung zu den vorherigen Untersuchungsergebnissen Erst auf eine parlamentarische Anfrage der belgischen Grünen wurde öffentlich, dass es in Doel 3 309 bzw. in Tihange 2 70 weitere Anzeigen gibt. Der Betreiber besteht darauf, dass es sich bei den Befunden um Variationen handele, die man aufgrund veränderter Prüfbedingungen entdeckt habe

Die Bundesregierung verweistm in ihrer Antwort (18/13125) auf Fragen zur Bewertung vermeintlich neuer Befunde auf Angaben der zuständigen belgischen Atomaufsicht. Demnach handle es sich nicht um neue Befunde, sondern um "erwartete verfahrensbedingte Messabweichungen".

erschienen am: 2017-08-01 im europaticker

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