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SWB Energie und Wasser setzt im Rahmen des Projektes "Fernwärme 2020" den Ausbau
des Bonner Fernwärmenetzes fort
Mehr Bonner sollen Fernwärme nutzen können

Seit Ende 2013 bereits wird das Netz kontinuierlich erweitert. Nachdem in diesem Jahr die Leitungsbauer bereits einen Abschnitt auf der Kölnstraße fertig erstellt haben und mit der Verlegung von Fernwärmeleitungen auf der Brüsseler Straße und der Friedrich-Wöhler-Straße begonnen wurde, wird ab August 2017 nun innerstädtisch die Riesstraße mit Fernwärme erschlossen. Damit werden nun neben dem Bonner Norden auch in der Innenstadt/Südstadt weitere Gebiete erschlossen.

Auch diese profitieren fortan vom Bonner Fernwärmenetz, das mittlerweile rund 91 Kilometer lang ist. Weil die Fernwärme die städtischen Klimaschutzziele erheblich voranbringt, Bauherren und Eigentümern viele Vorteile bietet und zugleich die nationale Energiewende unterstützt, hat sie in Bonn Konjunktur.

Zur Versorgung mehrerer Objekte des Studierendenwerks Bonn wird das Fernwärmenetz nun auf der Riesstraße zwischen Fritz-Tillmann-Straße und Nassestraße erweitert. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am 8. August und werden in mehreren Bauabschnitten in offener Grabenbauweise erstellt. Es wird zu Teilstraßensperrungen kommen, die dann zeitnah - wie auch die Umleitungen - kommuniziert werden. Zeitgleich werden in der Riesstraße auch die Wasserverteilleitung sowie teilweise auch Wasser- und Gashausanschlüsse durch Bonn Netz erneuert.

Hintergrund:
Bonn, die deutsche Stadt der Vereinten Nationen und Sitz des UN-Klimasekretariats, ist vor Ort Vorbild in Sachen Klimaschutz. Deshalb hat die Stadt ehrgeizige Ziele formuliert. Mit dem Ausbau des Heizkraftwerks Nord an der Karlstraße ist bereits eines der größten Klimaschutzprojekte der Region verwirklicht worden. Nun folgt mit dem Projekt "Fernwärme 2020" der kontinuierliche Ausbau des Fernwärmenetzes.

Die Bonner Fernwärme entsteht im SWB-Heizkraftwerk Nord, hocheffizient unter Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung. Wärme, die bei der Stromproduktion entsteht, wird hier nicht ungenutzt an die Umwelt abgegeben, sondern für die Wärmeversorgung verwendet. Auch die Energie, die im Bonner Müll steckt, wird dabei genutzt. Mülldampf von der SWB-Müllverwertungsanlage wird in das Heizkraftwerk geleitet. In einem Rohrsystem gelangt vom Heizkraftwerk Nord heißes Wasser in die Gebäude und erwärmt dort Heizkörper und Trinkwasser. Angeschlossen sind mittlerweile mehr als 2150 Kunden: vom Einfamilienhaus über das historische Bonner Münster und die Häuser der Museumsmeile, die Dax-Unternehmen Deutsche Post und Telekom bis zum WCCB.

Fernwärme kommt als fertige Wärme ins Haus. Heizkessel, Öltank oder Pelletlager, Schornstein und Abgaskontrollen entfallen. Neben dem Platzgewinn im Keller ergibt sich auch ein Zeitgewinn: Man braucht sich weder um den Brennstoffeinkauf noch um den Schornsteinfeger zu sorgen. Die Wärmeübergabe erfolgt bequem mit Hilfe einer kleinen Übergabestation.

Für Bauherren und Sanierer ist Fernwärme naheliegend. Denn sie bietet in Bonn einen außerordentlich günstigen Primärenergiefaktor. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zur abgegebenen Endenergie. Die Bonner Fernwärme ist mit dem Primärenergiefaktor von ‚0,0‘ testiert worden. Bauherren in Bonn können mit der Fernwärme kostensparend planen und bauen. Nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) ist die Bonner Fernwärme faktisch dem Einsatz erneuerbarer Energien gleichgestellt. (VEMK/vj)

erschienen am: 2017-08-02 im europaticker

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