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Mit Leidenschaft und Ideenreichtum für Arnika, Bergwiesen und Gelbbauchunke
Thüringer Umweltministerin Siegesmund eröffnet feierlich Natura 2000-Station Thüringer Wald

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat am 3. August 2017 mit der Station „Thüringer Wald“ die zehnte von insgesamt elf Thüringer Natura 2000-Stationen eingeweiht. Die Mitarbeiter der Station werden das größte Gebiet aller regional tätigen Stationen mit dem Landkreis Sonneberg und der Stadt Suhl sowie Teilen der Landkreise Hildburghausen, Ilm-Kreis, Schmalkalden-Meiningen, Gotha, Wartburgkreis und dem Großteil der Stadt Eisenach betreuen.

„Mit Leidenschaft und Ideenreichtum bringen sich die Naturschutzprofis der Natura 2000-Stationen überall im Land ein. Regional verankert, vernetzend und mit bester Kenntnis der wertvollen FFH-Flächen vor ihrer Haustür wirken sie als Antreiber für den Naturschutz vor Ort. Davon werden im Thüringer Wald sowohl die Menschen als auch die bedrohte Arnika, die Bergwiesen oder die Gelbbauchunke profitieren“, sagte Siegesmund heute im Oberen Heidebachtal in Schleusegrund.

Träger der Natura 2000-Station ist der Landschaftspflegeverband „Thüringer Wald“ e.V., der beim Betrieb der Station mit dem Zentrum für Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltbildung e.V. (Naturschutzzentrum „Alte Warth“) kooperiert.

Die Station betreut auf einer Fläche von über 2000 Quadratkilometern insgesamt 28 FFH-Gebiete, 3 FFH-Objekte und 5 europäische Vogelschutzgebiete. Aufgrund der Längenausdehnung von 120 km arbeitet die Station sowohl mit einer Geschäftsstelle in Sachsenbrunn OT Friedrichhöhe als auch mit einer Außenstelle für die Betreuung des Westteils im Naturschutzzentrum „Alte Warth“ in Moorgrund OT Gumpelstadt.

Das Thüringer Umweltministerium fördert die Station bis zum Jahresende 2020 mit insgesamt 400.000 EUR.

Im Mittelpunkt der Stationsarbeit steht anknüpfend an die Erfahrungen des Landschaftspflegeverbandes – die Pflege der Bergwiesen des Thüringer Waldes. Sie sind u. a. ein wichtiger Lebensraum der in Thüringen stark gefährdeten Arnika, welche das Wappen der Station ziert. Für das Überleben der Heilpflanze, die dem Thüringer Wald seinen goldenen Glanz verleiht, trägt Deutschland eine hohe Verantwortung.

Weitere Projekte, u.a. zum Schutz der Gelbbauchunke, zur Widerherstellung von Kalkmagerrasen, zur Renaturierung eines Hochmoors oder zur Sicherung von Fledermauskellern, werden derzeit durch die drei eingestellten Biologen erarbeitet.

Die Natura 2000-Station „Thüringer Wald“ hat ihre Arbeit bereits zum Jahresbeginn 2017 aufgenommen.

Hintergrund

Thüringen verfügt über 212 FFH-Gebiete und 47 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 % der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor. 11 Natura 2000-Stationen in Thüringen helfen, die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen zu sichern und zu entwickeln. Das TMUEN fördert die personelle Ausstattung aller Stationen mit ca. 1 Mio. Euro pro Jahr.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.natura2000.thueringen.de

erschienen am: 2017-08-03 im europaticker

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