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Fipronil ist ein Kontaktgift mit schneller und lang anhaltender Wirkung gegen Parasiten
Eier-Skandal: Minister Schmidt wehrt sich gegen Kritik

Im Skandal um verseuchte Eier wehrt sich Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt gegen Kritik an seinem Krisenmanagement. Der CSU-Politiker sagte, die Lebensmittelüberwachung sei Sache der Bundesländer. Dennoch habe sich sein Ministerium unverzüglich eingeschaltet. Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt hatte Schmidt vorgeworfen, er sei tagelang in der Versenkung verschwunden, während die Verbraucher verunsichert seien. -Inzwischen wird auch vor verarbeiteten Produkten gewarnt.

Seit Juni wurde in Hühnereiern, Hühnerfleisch und Hühnerkot aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland Fipronil nachgewiesen, obwohl die Verwendung bei Tieren, die der Lebensmittelerzeugung dienen, verboten ist. In der Schweiz und in Schweden wurde der Stoff in importierten Eiern ebenfalls nachgewiesen. Im August rief das Unternehmen Neue Mayo Feinkost aus Lübeck sechs Salatprodukte zurück, für die Fipronil-Eier verwendet worden sein sollen.. Das Insektizid war vermutlich dem Reinigungsmittel Dega-16 (ein zugelassenes Präparat aus Eukalyptusöl, Menthol und anderen ätherischen Ölen) beigemischt worden und über das Hühnerfutter, Haut und Federn in die Nahrungskette gelangt.

Fipronil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phenylpyrazole. Es ist ein Kontaktgift mit schneller und lang anhaltender Wirkung gegen Ektoparasiten wie Flöhe, Haarlinge, Läuse, Zecken, Raubmilben, Herbstgrasmilben und Räudemilben. Fipronil ist chiral und wird als Racemat in vielen Ländern als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln und Bioziden eingesetzt.

Der Wirkstoff wurde 1987 von dem französischen Chemieunternehmen Rhône-Poulenc entwickelt und 1993 erstmals auf den Markt gebracht. Im Zuge der Fusion von Rhône-Poulenc mit Hoechst entstand Aventis, die Fipronil 2002 an die Bayer AG verkaufte. Bayer veräußerte die Rechte an Fipronil und einigen Akariziden/Fungiziden 2003 an die BASF weiter, der Gesamtwert der Akquisition wurde auf 1,33 Milliarden Euro beziffert.

Auch Eier-Importe in die Schweiz betroffen

Bei Eier-Lieferungen aus den Niederlanden in die Schweiz sind positive Rückstände des Insektizids Fipronil festgestellt worden. Die Feststellungen erfolgten im Rahmen von Selbstkontrollen durch Schweizer Eier-Importeure. Die bisher gefundenen Mengen an Fipronil führen zu keiner Gesundheitsgefährdung der Konsumentinnen und Konsumenten.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) klärt zusammen mit den kantonalen Vollzugsorganen und den Importbetrieben das Ausmass ab. Die bisherigen Funde betreffen Eier-Lieferungen aus sieben niederländischen Betrieben. Diese Eier sind auch in die Verkaufsregale gelangt.

Bei den betroffenen Eiern ist eine Rücknahme aus dem Verkauf angebracht. Auf Grund der bisher gefundenen Werte ist für die Konsumentinnen und Konsumenten von keiner Gesundheitsgefährdung auszugehen.

Der Einsatz des Insektizids Fipronil ist in der Schweizer Landwirtschaft seit 2014 verboten. Das BLV hat keine Hinweise darauf, dass Fipronil in der Schweiz in Hühnerbetrieben eingesetzt wird. Das Insektizid wurde für den Einsatz gegen Flöhe, Läuse, Zecken oder Schaben und Milben hergestellt.

Jetzt auch noch Salmonellen bei Konsumeier "Eier aus Bodenhaltung"

Im Rahmen von Untersuchung von „Eiern aus Bodenhaltung“ in den Bundesländer: Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Hessen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bis zum 16. August 2017 und der Printnummer 2-DE-0358851 wurde das Bakterium Salmonella Enteritidis nachgewiesen. Ein Verzehr dieser Eier kann unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Sämtliche mit der genannten Printnummer in den Verkehr gebrachten Eier wurden bereits aus den Verkaufsregalen genommen. Verbraucher, die noch über Eier mit der genannten Printnummer verfügen, werden gebeten, diese bei ihren Verkaufsstellen abzugeben.

Keine belasteten Eier in Läden und auf Märkten im Land Bremen

Der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz und Veterinärdienst des Landes Bremen hat die großen Handelsketten überprüft. Bei den Kontrollen sind keine Chargen der belasteten Eier mehr vorgefunden worden. Einige der Handelsketten haben alle Eier niederländischer Herkunft vom Markt genommen. Darüber hinaus wurden die großen Wochenmärkte kontrolliert. Auch hier wurde die Herkunft der vorgefundenen Waren ermittelt und keine betroffenen Chargen gefunden.

Der einzige Eierhersteller im Land Bremen wurde überprüft – hier kann ebenfalls Entwarnung gegeben werden. Im Land Bremen steht keine Eierpackstation und nur einige Vertriebslager von Handelsketten – durch die auch das Umland beliefert wird. Auch hier wurden keine der betroffenen Chargen mehr vorgefunden.

Senatorin Quante-Brandt: „Bei den Kontrollen im Land Bremen sind keine der belasteten Eierchargen mehr vorgefunden wurden. Zurzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass auch Geflügelfleisch betroffen sein könnte – aber auch hier müssen Stichproben untersucht werden. Ebenso bei Lebensmitteln, in denen Eier weiterverarbeitet werden. Es ist klar, dass die Staatsanwaltschaften nun den kriminellen Machenschaften auf den Grund zu gehen haben. Eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eier – insbesondere Trockenei und Flüssigeiprodukte – halte ich für dringend geboten. Auch sollte Fipronil schnellstmöglich in das bundesweite Rückstandsmonitoring für Lebensmittelkontrollen aufgenommen werden.“

ALDI nimmt vorsorglich alle Eier aus dem Verkauf

Da in immer mehr Bundesländern Berichte über den Nachweis von Fipronil in Eiern gemeldet wurden, haben sich die Unternehmensgruppen ALDI SÜD und ALDI Nord dazu entschlossen, deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf zu nehmen. Es handelt sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, es kann weiterhin von keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgegangen werden.

Ab sofort dürfen nur noch Eier an ALDI geliefert werden, für die ein negativer Fipronilnachweis aus einer amtlichen Probenahme oder von einem akkreditierten Labor vorliegt. Die beiden Discounter wollen mit diesem Schritt für Klarheit und Transparenz bei ihren Kunden sorgen.

Bereits seit Anfang der Woche bezieht ALDI keine Eier aus gesperrten niederländischen Betrieben mehr. Darüber hinaus wurden in den letzten Tagen in einzelnen Regionen Freiland-, Bodenhaltungs- und Bio-Eier vorsorglich aus dem Verkauf genommen. Diese wiesen geringe Gehalte an Fipronil auf. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind diese Gehalte so gering, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung praktisch ausgeschlossen ist.

Kunden, die bereits Eier bei ALDI gekauft haben, können diese selbstverständlich auch ohne Vorlage des Kassenbons in allen Filialen zurückgeben. Der Verkaufspreis wird vollständig erstattet.

Diese Vorsichtmaßnahme kann dazu führen, dass mit Eier-Engpässen zu rechnen ist.

Verantwortliches Krisenmanagement und vorsorglicher Verbraucherschutz sieht anders aus

Zu den mit Fipronil belasteten Eiern erklärt Oliver Krischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: Der Lebensmittelskandal um belastete Eier wird immer größer und vom zuständigen Bundesminister Schmidt ist erstmal tagelang kein Ton zu hören. Dabei wäre er dringend gefordert, bundesweit für risikoorientierte Kontrollen und verstärkte Aufklärung zu sorgen. Es braucht auch endlich eine bundesweite Information der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Verharmlosende Äußerungen des Bundesinstituts für Risikobewertung und Hinweise auf einer weitgehend unbekannten Homepage helfen hier kaum weiter. In Nordrhein-Westfalen beschwichtigt das CDU-geführte Landwirtschaftsministerium auch noch zunächst, es gehe von den Eiern kein Risiko aus – bevor es später dazu rät, die betroffen Eier nicht zu verzehren, sondern über den Restmüll zu entsorgen oder zum Handel zurückzubringen. Verantwortliches Krisenmanagement und vorsorglicher Verbraucherschutz sieht anders aus.

Insektizide wie Fipronil haben auf Lebensmitteln nichts zu suchen. Wenn verantwortliche Minister diese einfache Wahrheit nicht über die Lippen bringen und Bürgerinnen und Bürger beim Verbraucherschutz im Regen stehen lassen, haben sie ihren Beruf verfehlt.

LINKE: Gut, dass gerade nicht Ostern ist

„Das deutsche System der unterfinanzierten Lebensmittelkontrollbehörden auf kommunaler Ebene ist der heutigen globalen Lebensmittelproduktion nicht gewachsen. Durch den neuen Lebensmittelskandal wird dies ein weiteres Mal belegt“, erklärt Karin Binder, verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Fipronil-Skandal bei Eiern. „Keine der 400 kommunalen Behörden hatte das Insektengift Fipronil in Eiern und Eiprodukten entdeckt. Wie können wir sicher sein, dass nicht auch Masthähnchen oder Dosengeflügel davon betroffen sind?“

Binder weiter: „Der Fipronil-Skandal hat nicht nur bundesweite Ausmaße, sondern betrifft weitere europäische Länder. Die Zusammenarbeit mit diesen Ländern und die Koordinierung der Aufklärung müssen über die Bundesregierung und den zuständigen Ernährungsminister Schmidt laufen. Die Verantwortung für Lebensmittelsicherheit trägt in diesem Fall eindeutig das Ernährungsministerium. Deshalb fordert DIE LINKE erneut die Zuständigkeit und Verantwortung des Bundes bei überregional produzierenden Lebensmittelbetrieben ein. Ein Ausbau und eine bessere personelle und materielle Ausstattung der Lebensmittelkontrollen sind notwendig, damit sich Lebensmittelskandale nicht immer wiederholen. Das gilt für Bundes- und Länderbehörden.“

SPD: Eierskandal deckt Versäumnisse der Vergangenheit auf

Der Eierskandal zeigt, wie fehleranfällig unsere Lebensmittelproduktion ist. Verbraucher müssen deshalb die Möglichkeit haben, die Inhaltsstoffe von Nudeln, Backwaren oder anderen Lebensmitteln zurückzuverfolgen. Die technischen Möglichkeiten dazu sind heute vorhanden, bislang war die Union jedoch nicht bereit dazu, sie auch verbindlich vorzuschreiben. Die Quittung bekommen die Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt.

„Darüber hinaus muss Bundesminister Schmidt endlich seiner Pflicht als Minister für den gesundheitlichen Verbraucherschutz nachkommen und darf die Information der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht allein den Ländern, den Verbraucherschutzorganisationen und den nachgeordneten Behörden seines Ministeriums überlassen. Wieso kann man die Stempelnummern der betroffenen Betriebe bis heute nicht auf der Website des Bundesministeriums abrufen, sondern muss sich zu den genannten Organisationen durchklicken, um zu erfahren, ob eine Eierpackung verseuchte Eier enthält oder nicht?

Es rächt sich jetzt auch, dass unsere staatlichen Überwachungsstrukturen immer noch auf kommunaler Ebene organisiert sind und einer internationalen Agrarwirtschaft gegenüberstehen. Deren Kontrolle kann so nicht mehr gewährleistet werden. Wir müssen die Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesstrukturen optimieren und nach einheitlichem Kontrollkatalog arbeiten. Eine effektive und vergleichbare Kontrolle ist Voraussetzung für ein schnelles Aufdecken von Missständen und eine klare Kommunikation für die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Die Überwachung der Lebensmittelkette und die Aufklärung der Vorgänge sind das eine, die Haltungsformen der Tiere in der Landwirtschaft das andere. Je größer die Stallanlagen, desto größer die Auswirkungen bei Missständen. Wir brauchen dringend eine nationale und europäische Nutztierstrategie. Im Mittelpunkt muss eine artgerechte Tierhaltung stehen und die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen durch eine klare Kennzeichnung der Haltungsformen erkennen können, wie die Tiere gehalten wurden.“

Hans-Josef Fell: Unter PV erzeugte Bioeier könnten wettbewerbsfähig mit konventionellen Eier werden

Es ist beileibe nicht der erste Lebensmittelskandal mit Eiern, der Deutschland erschüttert. Schnell vergessen die Menschen und glauben, dass die in tierquälender Massentierhaltung erzeugten Eier seien in Ordnung und kaufen sie millionenfach, weil vielen die Bioeier zu teuer erscheinen. Sie essen damit lieber die innerhalb der gesetzlichen Rahmen erlaubten, aber dennoch ungesunden Rückstände von Antibiotika und Pestiziden. Jetzt sind wieder alle entsetzt, wenn nun auch noch neben den unterhalb der Grenzwerte liegenden erlaubten Giften fipronilhaltiges Anti-Läusemittel unerlaubt in den Eiern auftaucht.

Bioeier sind zu teuer, heißt es dann schnell. Sonst betonen aber doch die Menschen, die Gesundheit sei ihr höchstes Gut. Aber wenn es um das Essen geht, muss es billig sein. Egal ob man davon krank wird, das Fleisch tierquälerisch erzeugt oder das Klima geschädigt wird. Viele Eiproduzenten winken schnell ab, wenn sie gefragt werden, ob sie nicht mehr Bioeier aus artgerechter Tierhaltung produzieren können. Viel zu teuer heißt es da. Der Flächenverbrauch für die freilaufenden Hühner sei zu hoch und damit die Pacht. Der Bau von notwendigen sommerlichen Schattenspendern für die Hühner und aufwändige Netze, die gegen Raubvögel und Füchse schützen, seien eben auch nicht billig.

In China findet man inzwischen intelligente Lösungen. Unter schattenspendenden PV-Modulen leben artgerecht gehaltene Hühner, Enten und Puten. Zwischen den Modulen lassen sich kostengünstig die Schutznetze bauen. Einzäunungen verlangen sowieso die Versicherungsgesellschaften. In vielen trockenen Gegenden wie Mainfranken oder Brandenburg lässt der Schatten der Module auch noch das Gras besser wachsen, womit das Geflügel mehr Nahrung findet. Neben Bioeiern und Biogeflügel produziert der Landwirt damit auch Solarstrom und hat einen doppelten ökonomischen Nutzen. Da können Bioeier billig werden.

Geht aber leider nicht in Deutschland, hört man dann vielfach. Ja, natürlich ist im EEG die landwirtschaftliche Nutzung außer extensiver Schafhaltung unter PV-Freiflächenanlagen nicht erlaubt. Ein Fehler, der vom Bauernverband und dem Landwirtschaftsminister in aller Blindheit vor den großen Möglichkeiten der Doppelnutzung vom PV-Acker aufrechterhalten wird.

Aber es ginge auch ohne EEG. Es gibt viele Produktionsbetriebe, die günstigen Strom wollen. Der Solarstrom vom Bauern im angrenzenden Feld wäre willkommen. Eine eigene kurze Leitung dafür ist nicht unerschwinglich. Doch die Bauern fürchten zu recht den großen rechtlichen und bürokratischen Aufwand, den sie dann als Energieversorger leisten müssen. Aber auch dieses kann ihnen in Kooperation mit einem Ökostromhändler abgenommen werden.

Mit vernetztem Denken und Handeln könnten sogar Bioeier wettbewerbsfähig mit Eiern aus der gesundheitsschädlichen und tierquälenden Massenhühnerhaltung werden.

Miller: EU muss ihre Agrar- und Ernährungspolitik reformieren und Pestizid-Einsatz strenger kontrollieren

Angesichts des neuerlichen Lebensmittel-Skandals, dass mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier in den Handel gelangt sind, fordert der NABU bessere Kontrollen des Pestizid-Einsatzes und ein grundsätzliches Umdenken der EU in ihrer Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik. Das derzeitige System sei anfällig für illegales Handeln.

Dazu NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:„Der Fipronil-Fall zeigt einmal mehr: Die Lebensmittel-Industrie produziert einen Skandal nach dem anderen. Fipronil hätte bei Hühnern gar nicht eingesetzt werden dürfen. Dass uns ein neuer Skandal ereilt, kommt allerdings nicht überraschend – und er wird auch nicht der letzte sein. Nur wenn die EU ihre Agrar- und Ernährungspolitik grundlegend ändert, werden sich Skandale wie dieser künftig verhindern lassen.“

Mit ihrer derzeitigen Agrarförderung belohne die EU vor allem jene, die Masse statt Klasse produzieren. Auch aufgrund des Preisdrucks durch Handel und Verbraucher seien Landwirte gezwungen, möglichst viel und möglichst billig zu produzieren. „Daher ist die Versuchung grundsätzlich groß, zu kritischen und mitunter illegalen Mitteln zu greifen und so die Produktion bis zum Maximum auszureizen. Um das Problem bei der Wurzel zu packen, brauchen wir ein Umdenken. Für die Landwirte muss es sich wieder lohnen, naturverträglich zu wirtschaften – durch eine bessere Förderpolitik und faire Preise. Mit einer grundlegenden Reform der Agrarpolitik schützt die EU auch die Verbraucher vor kriminellen Handlungen wie diesen.“

Darüber hinaus forderte der NABU strengere Kontrollen beim Einsatz von Pestiziden und damit auch neurotoxischer Insektizide wie Fipronil. Seit Jahren seien bei den zuständigen Bundesländern in den Pflanzenschutzdiensten massiv Stellen abgebaut worden. Eine wirksame Überwachung der Anwendung von Pestiziden sei derzeit nicht möglich. 

Das BVL soll mit vielfältigen Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit beitragen. Es spricht Zulassungen aus und koordiniert gemeinsam mit den Bundesländern Überwachungsprogramme. Im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems sorgt das BVL für den Informationsfluss zwischen der EU und den Bundesländern. Es ist die deutsche Kontaktstelle für die Inspektionen des Food and Veterinary Office der Europäischen Kommission. Außerdem unterstützt das BVL das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beim Krisenmanagement.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf Basis einer Mitteilung im Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF), derzufolge in Belgien erhöhte Gehalte an Fipronil in Eiern und Hühnerfleisch festgestellt wurden, eine Risikobewertung erstellt (http://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche-bewertung-der-in-belgien-nachgewiesenen-einzeldaten-von-fipronilgehalten-in-lebensmitteln-tierischen-ursprungs.pdf (86.7 KB)). Vor diesem Hintergrund hat das Institut die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Fragen und Antworten in einem PDF | 37.6 KB zusammengefasst.

Weitere Informationen, die Nummern den belasteten Eierchargen und weitere Links finden Sie auf:

www.gesundheit.bremen.de

erschienen am: 2017-08-06 im europaticker

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