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Matthias Müller: Mit dem umfangreichen Maßnahmenpaket werden wir den Stickoxid-Ausstoß deutlich
reduzieren und die Luftqualität spürbar verbessern
Nach dem Dieselbetrug will der Volkswagen Konzern Maßnahmenpaket auf den Weg bringen

Gemeinsam mit Bund, Ländern, Kommunen und den deutschen Autoherstellern will der Volkswagen Konzern maßgeblich dazu beitragen, die NOx-Emissionen rasch und nachhaltig zu reduzieren. Ganz wesentlich ist die sogenannte „Umstiegsprämie" für Euro 1- bis 4-Diesel-Modelle, die markenübergreifend im Volkswagen Konzern umgesetzt wird. Zudem wird das Software-Update für Euro 5- und teilweise Euro 6-Dieselfahrzeuge nicht nur in Deutschland, sondern europaweit angeboten. Inzwischen hat sich auch die EU-Kommission zu Wort gemeldet und meint, zunächst einmal die Vorschläge prüfen zu wollen.

Die ursprüngliche VW-Abgasaffäre war Auslöser einer weitreichenden Krise in der Automobilindustrie. Im Zuge vieler Studien wurde eine Abweichung zwischen realen und Prüfstandemissionen bei den Modellen deutscher und internationaler Hersteller festgestellt. Insgesamt überschreiten in den wichtigsten Märkten knapp ein Drittel der im Schwerlastverkehr und mehr als die Hälfte der für leichte Transportzwecke eingesetzten Dieselfahrzeuge die jeweilig geltenden Grenzwerte, was jährlich weltweit zu etwa 38.000 vorzeitigen Todesfällen führt. Es ist bewiesen, dass die Hersteller viele Jahre vor Bekanntwerden des Skandals die Maßnahmen anordneten oder von diesen wussten. Politische und wissenschaftliche Gremien, Regierungsstellen und Interessenverbände hatten ebenfalls Jahre vor dem Bekanntwerden auf die Unregelmäßigkeiten hingewiesen und vor ihren Folgen gewarnt.

Am 2. August 2017 fand das Nationale Forum Diesel (auch Diesel-Gipfel genannt) statt, bei dem die deutsche Bundesregierung und deutsche Automobilhersteller Vereinbarungen hinsichtlich Schadstoffausstoß-Reduktionen trafen.

„Mit der Umstiegsprämie bieten wir unseren Kunden einen starken Anreiz, auf ein modernes und umweltfreundlicheres Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder mit einer alternativen Antriebstechnologie umzusteigen", sagt Matthias Müller. „Diese Prämie ist rasch umsetzbar und führt zu schnellen, messbaren und nachhaltigen Effekten, um den Stickoxid-Ausstoß deutlich zu reduzieren und die Luftqualität spürbar zu verbessern."

Die Umstiegsprämie wird aktuell von den Konzernmarken Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Porsche und Volkswagen Nutzfahrzeuge ausgearbeitet und zeitnah angeboten werden.

Europaweites Software-Update von Konzernfahrzeugen

In Deutschland wird der Volkswagen Konzern wie beschlossen bei insgesamt rund vier Millionen Euro 5- und teilweise Euro 6-Dieselfahrzeugen ein Software-Update durchführen, um die Stickoxide zu reduzieren. Darin enthalten sind auch die rund 2,5 Millionen Fahrzeuge, die sich bereits im Rückruf befinden und schon zu mehr als 70 Prozent umgerüstet sind.

Zudem bietet Volkswagen das Software-Update für seine Diesel-Kunden europaweit an. Damit kann bei den in Europa im Markt befindlichen Euro 5- und teilweise Euro 6-Dieselfahrzeugen der Stickoxid-Ausstoß im Durchschnitt um 25 bis 30 Prozent reduziert werden.

Darüber hinaus wird sich der Volkswagen Konzern am 500 Millionen Euro umfassenden Fonds für „Nachhaltige Mobilität für die Stadt" beteiligen. Industrie und Bund zahlen jeweils 250 Millionen Euro ein. Der Volkswagen Konzern wird sich entsprechend seines Marktanteils in Deutschland am Fonds beteiligen und dadurch einen essentiellen Beitrag leisten.

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erschienen am: 2017-08-05 im europaticker

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