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Landestierschutzbeauftragte Diana Plange: Kastration von freilaufenden Katzen
ist angewandter Tierschutz
Internationaler Katzentag am 8. August 2017

Zum 8. August, dem internationalen Tag der Katze, erinnert die Landesbeauftragte für Tierschutz, Diana Plange, am Freitag in Berlin an das noch immer drängende Problem der unkontrollierten Vermehrung freilebender Katzen und schließt sich damit der Erklärung der Landestierschutzbeauftragten im Baden- Württemberg an.

Alle verwilderten Katzen stammen von Hauskatzen ab. Hauskatzen sind keine Wildtiere und deshalb auf menschliche Pflege und in diesem Fall auch Kontrolle der ungehinderten Vermehrung angewiesen: Katzenkastration ist angewandter Tierschutz mit langfristigem Effekt. Die Kastration dämmt die Anzahl von Jungtieren ein und verringert damit das auch in Berlin häufig zu beobachtende Katzenelend.

Eine Katzenpopulation kann rasch wachsen. Eine weibliche Katze bekommt zweimal im Jahr drei bis sechs Junge. Mit einer solchen Vermehrung steigt die Gefahr der Ausbreitung von Katzenkrankheiten und Verelendung, was ganz erhebliches Leiden der einzelnen Tiere bedeutet. So leben in Deutschland rund zwei Millionen Katzen auf der Straße.

Zusätzlich bedeutet eine große Zahl freilaufender Katzen auch eine Gefahr für heimische Vögel, Reptilien und kleine/junge  Wildtiere.

„Viele Städte und Gemeinden in anderen Bundesländern haben sich bereits die Ermächtigung im Tierschutzgesetz für den Erlass einer entsprechenden Rechtsverordnung zu Nutze gemacht, um langfristig die Katzenpopulation zu kontrollieren und somit vorbeugenden Tierschutz zu leisten. Ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer wildlebender Katzen werden oft mit dem Problem alleingelassen. Eine Lösung für das Problem der Verelendung dieser Tiere zu finden, hat für mich eine hohe Priorität“ erklärt die Landestierschutzbeauftragte.

Weitere Informationen zur Arbeit der Landesbeauftragten für Tierschutz unter

https://www.berlin.de/lb/tierschutz/

erschienen am: 2017-08-07 im europaticker

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