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Erosionsschutz-Experten übergaben Abschlussbericht
Wie kann man Böden vor Starkregen besser schützen?

Die nach den Starkregen und verheerenden Sturzfluten des vergangenen Jahres eingerichtete Arbeitsgruppe hat ihren Abschlussbericht an Landwirtschaftsminister Helmut Brunner übergeben. „Angesichts der immer häufiger auftretenden Starkregen müssen wir wissen, wie wir erosionsgefährdete Böden und die Qualität des Oberflächenwassers in Bayern noch besser schützen können“, sagte Brunner. Die vorgelegten Handlungsempfehlungen sollen schnellstmöglich praxisgerecht umgesetzt werden. Nach den Worten des Ministers sind bereits einige der Vorschläge – zusätzliche Wasserberater etwa oder der Aufbau eines Netzes von Demonstrationsbetrieben – in das Maßnahmenpaket Gewässerschutz eingeflossen. Auch die neue Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft in Ruhstorf soll sich mit dieser Thematik befassen. „Der Boden- und der Gewässerschutz haben für mich höchste Priorität“, so Brunner.

Die Arbeitsgruppe Erosionsschutz war mit Fachleuten aus der Umwelt- und Landwirtschaftsverwaltung, der Technischen Universität München, des Deutschen Wetterdienstes und mit praktizierenden Landwirten besetzt. Als kurzfristige Maßnahmen empfehlen die Experten eine Verstärkung des Wissenstransfers sowie eine Weiterentwicklung der guten fachlichen Praxis. Mittelfristig sollten in Gebieten mit hoher Erosionsgefährdung umweltgerechte Anbauverfahren bei spätschließenden Reihenkulturen sowie Alternativen zu Reihenkulturen verstärkt gefördert werden. Zudem schlägt die Arbeitsgruppe vor, das Greening und die Cross-Compliance-Vorgaben stärker auf den Erosionsschutz auszurichten. Verfahren zum Bremsen und Rückhalten von Oberflächenabfluss sollen in einem interdisziplinären Kompetenzzentrum zur Praxisreife gebracht werden.

Handlungsempfehlungen Erosionsschutz

Wer im Rahmen guter fachlicher Praxis wirtschaftet, muss Bodenabträge möglichst vermeiden. Das im Klimawandel erhöhte Starkregenrisiko erhöht die Anforderungen an wirksame Maßnahmen, der erreichte Stand der Technik erleichtert deren praktische Umsetzung. Erosionsschutz im Sinne guter fachlicher Praxis geht meist deutlich über das hinaus, was im Rahmen von Cross-Compliance verlangt wird. Die Landwirtschaft muss schon aus Eigeninteresse die Produktionsgrundlage „Boden“ bewahren und ihre Bewirtschaftung Schritt für Schritt an veränderte Klimabedingungen anpassen. Darüber hinaus ist den Bedürfnissen des Gemeinwohls Rechnung zu tragen, hier konkret dem Gewässerschutz und dem Schutz von öffentlichen und privaten Gütern.

Erosionsschutz verbessern – Abfluss in der landwirtschaftlichen Flur bremsen: Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Erosionsschutz pdf 187 KB
Weitere Handlungsempfehlungen und eine Dokumentation der Starkregenereignisse sind im Internet unter www.lfl.bayern.de/bodenerosion zu finden.

erschienen am: 2017-08-13 im europaticker

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